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Dienstag 26. Januar 2010
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Thun: Destination «Thunersee» angestrebt

Für eine neue Destination «Thunersee» wird eine wirkungsvolle, übergreifende Tourismuspromotion angestrebt: Der Thuner Gemeinderat hat sich in einer Aussprache grundsätzlich mit der Zukunft des Tourismus und dessen Organisation befasst, denn Ende 2010 läuft die Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Thun und der Tourismusorganisation Thun aus.

pd/bns. «Die Rücktritte der TTO-Präsidentin und des Vizepräsidenten aus dem TTO-Vorstand Ende letzten Jahres zeigten unter anderem auf, dass hinter den Kulissen seit einiger Zeit Grundsatzdiskussionen über die Zukunft des Tourismus in Thun und am Thunersee laufen», heisst es in einer Medienmitteilung. Da auch die vierjährige Leistungsvereinbarung der Stadt Thun mit der Tourismusorganisation Thun Ende 2010 ablaufe und vertragsgemäss im ersten Quartal des Jahres neu ausgehandelt werden soll, habe sich der Thuner Gemeinderat an einer Aussprache mit der künftigen Organisation und Ausrichtung des regionalen Tourismus befasst: «Beschlüsse wurden noch keine gefasst.» Die Ausgangslage aus Sicht des Gemeinderates:
–  Die Vielzahl touristischer Organisationen rund um den Thunersee, die damit verbundene schwierige Führung sowie die komplizierten Geldflüsse schwächen die Wirkung der Tourismusförderung.
–  Die eher bescheidenen Finanzmittel, nicht vorhandene oder nicht mehr zeitgerechte Infrastrukturen sowie eine strukturbedingt träge Kooperation der verschiedenen Teilorganisationen erschweren eine effiziente Bearbeitung der Zielmärkte. Sie bewirken auch, dass Stadt und Region die heutigen touristischen Standards in wichtigen Bereichen nicht mehr einhalten können.
–  In der Stadt Thun spielt der Tourismus mit einer Wertschöpfung von sieben Prozent noch keine wirtschaftlich dominante Rolle. Die Region Thunersee und insbesondere das untere Thunerseebecken hingegen bilden eine Destination mit Schwerpunkt Sommertourismus.

Daraus hat der Gemeinderat erste Folgerungen gezogen:
–  Die Stadt Thun, der Thunersee, die Naherholungsgebiete und die Nähe zu den Bergen ergeben ein touristisches Potential, das ausgeschöpft werden muss. Die künftige Tourismusförderung soll deshalb noch mehr regionalisiert, das heisst noch stärker auf das untere Thunerseebecken und die Destination Thunersee konzentriert werden.
–  Geprüft wird, ob Tourismus- und wirtschaftliche Standortförderung der Region – unter Einbezug der bisherigen und weiterer Partner – in einer einzigen Organisation und unter einem Finanzdach zusammengeführt werden sollen. So könnte die Marktbearbeitung künftig wirkungsvoller gestaltet werden.
–  Die Stadt Thun soll Teil der neuen Tourismusdestination sein.

Als günstigen Zeitpunkt für die Aktivierung neuer Strukturen erachte der Gemeinderat die Pensionierung des heutigen TTO- und TST-Direktors Beat Anneler im Frühjahr 2011. verlautet im weiteren : «Der Präsident von Thunersee Tourismus (TST), Peter Dütschler, hat von einer Steuerungsgruppe zum Standortmarketing Thunersee (in der TST, Stadt, Region Thun und Kanton vertreten sind) den Auftrag erhalten, zusammen mit dem Leiter der Abteilung Stadtmarketing der Stadt Thun, Philippe Haeberli, die skizzierte Strategie mit den wichtigsten touristischen Partnern zu besprechen.» Daraufhin sollen sie entsprechende Konzepte ausarbeiten. Ziel sei, die neue Organisation noch im laufenden Jahr zu gründen: «Ob und wie die Leistungsvereinbarung mit der TTO verlängert werden soll, wird erst in der zweiten Jahreshälfte entschieden.» Über die künftige Ausrichtung und Organisation des Tourismus in Thun werde letztlich der Stadtrat, der über die bisherigen Leistungsvereinbarungen entschied, zu befinden haben.
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