Guttannen: Dreierseilschaft tödlich abgestürzt
Nach einer lang andauernden Suche nach drei vermissten Bergsteigern in der Gemeinde Guttannen sind am Donnerstagmorgen im Gebiet des Golegg-Gletschers drei Todesopfer gefunden worden. Die Bergung war wegen Steinschlaggefahr schwierig.
pd/bns. Bei den tödlich Verunglückten handelt es sich laut einer Medienmitteilung um einen 51jährigen Mann, seine 50jährige Ehefrau sowie um ihre 19jährige Tochter. Sie waren nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei Bern im Kanton Aargau wohnhaft. Wie die bisherigen Ermittlungen ergeben hätten, sei die Dreierseilschaft am Dienstag kurz nach der Einstiegsstelle «aus noch zu klärenden Gründen 70 Meter weit durch ein Couloir gegen den Golegg-Gletscher zu abgestürzt.
Am Dienstagmorgen 6. Juli 2010 waren das Ehepaar und seine Tochter von der Grubenhütte aus zu einer alpinen Klettertour mit Ziel Steinlauihorn (3162 Meter über Normalnull) aufgestiegen: «Als der Mann und die beiden Frauen am Abend nicht wie vereinbart in die Hütte zurückkehrten, wurde durch einen weiteren Bergsteiger Alarm ausgelöst. Unmittelbar danach nahmen die Rettungsflugwacht und die Gebirgsspezialisten der SAC-Rettungsstationen Oberhasli und Interlaken die Suche nach den Vermissten auf.» Wegen Nebels habe die Suche in der Nacht unterbrochen werden müssen. Diese sei am Mittwoch sowie am Donnerstagmorgen weitergegangen: «Zum Einsatz gelangte in der Nacht auf Donnerstag auch ein Helikopter der Armee mit Wärmebildkamera. Schliesslich wurden in einem Gletscherschlund linkerhand des Grates zum Steinlauihorn unter Firn drei Todesopfer entdeckt.» Wegen Steinschlaggefahr habe sich die Bergung äusserst schwierig gestaltet. |