Lichtsignale vom Eiger und SMS via England
Die heftigen Gewitter vom Montagabend haben viele Alpinisten in den Schweizer Bergen überrascht. Am Eiger befreite die Rettungsflugwacht-Crew der Basis Wilderswil wiederholt gefährdete Berggänger aus ihrer misslichen Lage.
pd/bns. Der erste Alarm erreichte laut einer Medienmitteilung die Rettungsflugwacht auf ungewöhnlichen Wegen: «Ein englischer Alpinist, der durch die Gewitter an der Westflanke des Eigers blockiert war, schickte ein SMS nach England. Über die englische Polizei traf dieser Alarm bei der Rettungsflugwacht ein. Parallel dazu erreichte ein Fax via Interpol die Bundespolizei in Bern, welcher anschliessend zur Rettungsflugwacht gelangte.» Gleichzeitig habe der Alpinist versucht, sich mit Leuchtraketen bemerkbar zu machen. Diese seien von der Kleinen Scheidegg aus gesehen worden. Die aufgebotene Helikopter-Crew der Einsatzbasis Wilderswil nahm nach Angaben der Rettungsflugwacht unterwegs einen Rettungsspezialisten des Schweizer Alpenclubs SAC an Bord – wie bei solchen Einsätzen im schwierigen Gelände üblich. Nach 22 Uhr konnte der Berggänger gesichtet und aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Kurz darauf, nach 23 Uhr, suchte das Rettungsflugwacht-Team bereits die nächsten Berggänger, da von der Kleinen Scheidegg aus erneut Lichtsignale vom Eiger gesichtet wurden: «Auf dem Mittellegigrat konnten rasch zwei Alpinisten ausgemacht werden. Die massive Wetterverschlechterung und starke Windböen verunmöglichten eine Bergung an dieser exponierten Stelle. Erst unmittelbar nach Tagesanbruch konnten die zwei Berggänger mit Hilfe der Rettungswinde evakuiert werden. |