Sonderausstellung Bern-Jungfrau in Schanghai
Die Sonderausstellung Bern-Jungfrau an der Weltausstellung in Schanghai zieht eine erfolgreiche Bilanz über die Teilnahme im Schweizer Pavillon: Besucher haben sich sehr für die Region Bern-Jungfrau interessiert und rege an den Aktivitäten der Sonderausstellung teilgenommen. Wirtschaftliche und touristische Beziehungen mit der chinesischen Boomstadt Schanghai sollen vertieft und weiter ausgebaut werden.
kkb/bns. Die Region Bern-Jungfrau hat laut einer Medienmitteilung ihre Sonderausstellung im Schweizer Pavillon beendet. Sie sei während einem Monat vom 22. Mai bis 20. Juni 2010 geöffnet gewesen. Der täglich von zirka 15 000 Personen besuchte Schweizer Pavillon gehöre zu den fünf beliebtesten Ständen der Weltausstellung Expo 2010 in Schanghai. Von diesem Erfolg habe auch die Sonderausstellung Bern-Jungfrau profitiert. Pro Tag seien zirka 1000 Fotos mit Bern-Jungfrau-Sujets im interaktiven Bern-Jungfrau-Fotostudio gemacht worden: «Es waren bedeutend mehr Fotos als geplant.»
Die Besucher hätten sich auch sehr für die traditionelle Holzschnitzerei sowie das Alphornblasen interessiert und auch selber Hand angelegt, verlautet im weiteren: «Die Präsenz im Schweizer Pavillon der Weltausstellung hat sich gelohnt.» Die Reaktionen der Chinesen auf den Auftritt von Bern-Jungfrau seien durchwegs positiv gewesen. China sei ein interessanter Markt für die Tourismusstadt Bern. Gemeinderat Reto Nause: «Allein im letzten Jahr konnten wir bei den Logiernächten aus China eine Steigerung von 33 Prozent verzeichnen und wir würden gerne weitere chinesische Gäste bei uns begrüssen.»
Die Jungfraubahnen führten laut der Medienmitteilung gemeinsam mit der Tourismusorganisation Interlaken Promotionen durch: «An Veranstaltungen am 17. und 18. Juni 2010 fanden Präsentationen in der VIP-Lounge im Schweizer Pavillon statt. Zur Vertiefung der Geschäftsbeziehungen luden die Jungfraubahnen 35 Reiseveranstalter und Medienleute aus Japan und Südkorea und 35 Top-Geschäftspartner aus China ein.» Eliana Burki habe eindrückliche Musik auf dem Alphorn gespielt. Volkstümliche Unterhaltung und «Swissness» hätten auch die Gsteigbrügg-Örgeler geboten. Urs Kessler, Direktor der Jungfraubahnen: «Wir sind zufrieden mit dem Auftritt. Die langfristigen Kundenbeziehungen konnten in einem exklusiven Rahmen weiter vertieft werden.»
Eine Delegation mit politischen und wirtschaftlichen Vertretern der Region Bern-Jungfrau trafen laut der Medienmitteilung die Behörden der Region Schanghai. Es sei geplant, die Beziehungen zu vertiefen und eine Zusammenarbeit auf der wirtschaftlichen Ebene mit der Stadt Schanghai aufzubauen. Regierungsrat Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern: «Das Interesse an unserem Know-how in der Energie- und Umwelttechnik war gross. Wir erwarten in der nächsten Monaten chinesische Firmen für weitere Abklärungen im Kanton Bern.» Auch die von der Wirtschaftsförderung Kanton Bern im Namen der Greater Geneva Berne Area durchgeführten Investorenseminare waren laut dem Volkswirtschaftsdirektor sehr erfolgreich. An vier Veranstaltungen seien pro Seminar rund 40 Unternehmensvertreter begrüsst worden. Zurzeit würden erfolgversprechende Kontakte von der Wirtschaftsförderung Kanton Bern nachverfolgt und Unternehmensbesuche im Kanton Bern vorbereitet.
Der Wirtschaftsraum Thun, welcher als Partner die Ausstellung in Schanghai mitfinanziert und -organisiert habe, zeigt sich laut der Medienmitteilung ebenfalls sehr zufrieden mit der Präsenz an der Weltausstellung. So hätten Unternehmen aus dem Grossraum Thun den Pavillon als Plattform für Meetings mit lokalen Kunden nutzen können. Für die exportorientierten Unternehmen im Wirtschaftsraum Thun sei der chinesische Markt von grosser strategischer Bedeutung. Mit der Weltausstellung sei eine Brücke für weitere Geschäftsaktivitäten geschlagen worden. |