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Sonntag 13. Juni 2010
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Mit Forschungsschwerpunkt im Diemtigtal

Mit dem Alpaufzug im Diemtigtal (Sonntag/Montag 13./14. Juni 2010) beginnen Forscher aus elf Institutionen mit dem Verbundprojekt «Alpfutur» eine neue Untersuchung über die Zukunft der Schweizer Alpen. Zusammen mit den Älplern sollen Perspektiven für die künftige Nutzung der Sömmerungsweiden entwickelt werden.

pd/bns. Rechtzeitig mit der neuen Alpsaison nimmt laut einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) das Verbundprojekt «Alpfutur» seine Forschungstätigkeit im Diemtigtal auf: «Eigentlich könnte man meinen, dass die jahrhundertealte Tradition der Sömmerung in der Schweiz dank den traditionellen, von Generation zu Generation überlieferten Bewirtschaftungsmethoden optimal betrieben wird. Sie ist ohnehin stark durch die natürlichen Bedingungen geprägt. Wozu wird also im Sömmerungsgebiet noch geforscht?»

Wichtiges Merkmal der Kulturlandschaft
Die Alpweiden seien ein wichtiges Merkmal der Kulturlandschaft, verlautet dazu: «Sie beträgt rund ein Achtel der Landesfläche beziehungsweise ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche der Schweiz. Charakteristisch sind die hohe Artenvielfalt, die traditionelle landwirtschaftliche Bewirtschaftung und die Vielfalt der Landschaftstypen.» Doch die Nutzung des Sömmerungsgebietes verändere sich zunehmend. Auslöser sei der Wandel im Bereich der Agrarstrukturen, des Klimas und der gesellschaftlichen Ansprüche. Der Wandel zeige sich beispielsweise darin, dass ertragsreiche Flächen intensiver genutzt würden, während sich die Alpwirtschaft aus anderen Teilen des Sömmerungsgebietes zurückziehe und Flächen verbuschten und verwaldeten.

Grosse Herausforderungen für Älpler
Die Veränderungen wirkten sich auf Kulturlandschaft, Artenvielfalt und Naturgefahrensituation aus und stellten die Älpler und die Bergbevölkerung vor neue Herausforderungen, verlautet im weiteren. Deshalb sollen fehlende Grundlagen erarbeitet, Perspektiven aufgezeigt und Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis erarbeitet werden: «Die Fragestellungen für das Verbundprojekt ‹Alpfutur› wurden dabei in enger Zusammenarbeit mit der Praxis, anderen alpwirtschaftlichen Akteuren, kantonalen Ämtern und Bundesstellen ermittelt.»

Um während der ganzen Projektdauer in den Jahren 2010 bis 2013 die Praxisnähe sicherzustellen, sollen in sechs Fallstudienregionen in der ganzen Schweiz Betriebsbeispiele betrachtet und neue Praktiken und Strategien getestet werden: «Aus dem Kanton Bern wurde das Diemtigtal als Fallstudienregion ausgewählt. Weitere Fallstudiengebiete finden sich im Oberwallis, im Vallée de Joux, in Obwalden, im Unterengadin und im Misox. Im Quervergleich mit den anderen Fallstudiengebieten repräsentiere das Diemtigtal eine Region, in der die Alpwirtschaft nach wie vor eine grosse Bedeutung habe: «Eine Aufgabe von Alpen steht kaum zur Diskussion, der Alpkäse ist eine anerkannte Spezialität der Region und es werden neue Verbindungen zum Tourismus und zum regionalen Naturpark geknüpft. An der Hauptversammlung des Alpvereins, die kürzlich in Diemtigen stattfand, wurde deutlich, wie dynamisch die Alpwirtschaft im Diemtigtal ist.»

Für das Verbundprojekt «Alpfutur» sei es wichtig, mit einem solchen Fallstudiengebiet die Eindrücke zu ergänzen, die in den anderen Regionen gewonnen würden. In 17 aufeinander abgestimmten Teilprojekten wollen sich die Forscher aus elf Institutionen in der ganzen thematischen Breite mit der Alpwirtschaft auseinandersetzen: Wirtschaftlichkeit, Nutzungsintensität, Bewertung der Sömmerungsbeiträge, künftige Nachfrage nach Alpungsplätzen, Qualität des Käses, mögliche neue Produkte und Produktionsverfahren, Betriebszusammenlegungen, Alpgebäude und -strassen und so weiter. Dabei würden die künftigen Ansprüche der Bauern, des Alppersonals und der übrigen Gesellschaft einbezogen. Die Koordination und Leitung des Verbundprojekts liege bei der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon und bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft.

Was wird genau gemacht?
Es stehe zwar noch nicht definitiv fest, welche der 17 «Alpfutur»-Teilprojekte im Diemtigtal aktiv werden, heisst es in der Medienmitteilung: «Es werden aber auf jeden Fall Interviews durchgeführt werden mit Älplern, es wird Kartierungsarbeiten geben (Vielfalt der Pflanzen, Tagfalter, Heuschrecken), die Vermarktung der Produkte wird untersucht und es werden Vorschläge zur Verbesserung des Marketings erarbeitet.» Ausserdem sei ein Projekt zur Regionalentwicklung vorgesehen, wenn möglich werde auch ein Film gedreht. «Alpfutur» könne eine Chance für das Diemtigtal sein, seine Alpwirtschaft ins rechte Licht zu rücken und diese weiter zu entwickeln: «Dazu braucht es – zusätzlich zum Enthusiasmus der Forscher – auch das Engagement der Älpler und die Unterstützung der Behörden von Gemeinde und Kanton.» Den Forschern sei auch der Kontakt mit der Bevölkerung und den Bewirtschaftenden wichtig. – Weitere Informationen auf der Projekt-Website www.alpfutur.ch


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