Ringgenberg: 39 000 Franken für Stöckli-Sanierung
Für die Dachsanierung des Stöcklis Schlossweid in Ringgenberg ist an der 44. Hauptversammlung des Vereins Dorf und Heimat einstimmig ein Kredit von 39 000 Franken genehmigt worden.
Das Dach des Stöcklis in der Schlossweid muss wegen Hagelschäden saniert werden. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)
ds. Das Dach des Stöcklis Schlossweid in Ringgenberg ist nach dem Hagelschaden im Jahr 2007 sanierungsbedürftig. Die Biberschwanzziegel weisen Risse auf und müssen deshalb ersetzt werden, zugleich soll auch faules Holz erneuert werden. Der Dachkänel werde eventuell selber ausgehöhlt. Vereinspräsident Martin Steiner teilte den rund 20 zur Hauptversammlung am Samstagnachmittag im Kirchgemeindehaus Ringgenberg erschienenen Mitgliedern mit, dass sich die Einwohnergemeinde mit 5000 Franken, die Burgergemeinde mit 2000 Franken, die Kirchgemeinde mit 3000 Franken, die Gebäudeversicherung mit 6000 Franken und der Heimatschutz mit 13 000 Franken beteiligten. Auf dem Spendenkonto seien bereits 1500 Franken eingegangen. Somit bleibe im Moment für den Verein Dorf und Heimat noch ein Restbetrag von 8500 Franken. Da dies für den Verein ein recht hoher Betrag sei, der noch fehle, werde man noch verschiedenen Institutionen für einen Beitrag an die Sanierung anfragen. Auch sei geplant, am 21. August zugunsten der Dachsanierung ein Holzofenfest unter Mitwirkung der Musikgesellschaft durchzuführen.
Vereinspräsident Martin Steiner mit dem geschnitzten Pferd.
Unter «Verschiedenem» zeigte sich der Vereinspräsident erfreut, dass er in den letzten Wochen von drei verschiedenen Seiten kontaktiert und von Erben dem Verein Dorf und Heimat verschiedene Gegenstände angeboten worden seien. Am Samstagnachmittag sei ihm von einer Grosstochter des Ringgenberger Künstlers und Holzbildhauers Friedrich Buri ein aus Nussbaumholz geschnitztes Pferd gebracht worden. Sie und ihre Schwester hätten beschlossen dieses Kunstwerk aus dem Jahr 1920 dem Museum zur Verfügung zu stellen. Sogar eine Zeichnung des Entwurfs für diese Schnitzerei mit dem Titel «Verlassen» sei dazu abgegeben worden. Weiter soll sich der Vereinspräsident auch einen bemalten Küchenschrank in Thun ansehen, auf dass dieser den Weg wieder zurück nach Ringgenberg finde. Martin Steiner dürfe in Kürze auch einen Augenschein auf einem Estrich nehmen, um zu sehen ob es da nicht noch Gegenstände für das Museum habe.
An der Hauptversammlung des Vereins Dorf und Heimat wurde sodann der Vorstand für weitere zwei Jahre bestätigt. – Die Rechnung des Vereins schloss mit einem Gewinn von 303 Franken ab.
Nach der Hauptversammlung wurde in der Schlossweid die Sommerausstellung «125 Jahre Musikgesellschaft Ringgenberg» auch offiziell eröffnet. Die Vernissage hatte bereits am 29. Mai im Zusammenhang mit einem Konzert der Musikgesellschaft statt. Die Ausstellung zeigt das Vereinsleben der Musikgesellschaft Ringgenberg von damals bis heute. Alte und neue Instrumente sind zu besichtigen sowie viel Wissenswertes zu erfahren.
Sommerausstellung «125 Jahre Musikgesellschaft Ringgenberg». Dorfmuseum Schlossweid Ringgenberg. 26. Juni bis 21. August 2010. Öffnungszeiten Dienstag und Donnerstag von 19 bis 21 Uhr, Samstag von 14 bis 17 Uhr. |