Spitalklub Meiringen ins Frutigland ausgedehnt
Aus dem Spitalklub Meiringen wird der Spitalklub FMI: Die Klubmitglieder hiessen die Ausdehnung auf das gesamte Einzugsgebiet vom Oberhasli bis ins Frutigland an ihrer Hauptversammlung vom Dienstag gut und wählten einen neuen Vorstand. Genehmigt wurde auch ein positives Rechnungsergebnis.
pd/bns. Zweck des Spitalklubs sei es, grundversicherten Personen primär in den Betrieben der Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken (Spitäler FMI AG) den Aufenthalt in einem Ein- oder Zweibett-Zimmer der Akutabteilungen zu finanziell tragbaren Bedingungen zu ermöglichen, sofern es die Kapazitäten erlaubten, wird in einer Medienmitteilung erinnert. Die Klubmitglieder entrichteten hiefür einen nach Altersstufen gestaffelten Monatsbeitrag zwischen 10 und 40 Franken (Zweibett-Zimmer) beziehungsweise zwischen 15 und 50 Franken (Einbett-Zimmer). Der maximale jährliche Beitrag für ein Zweibett-Zimmer koste 480 Franken, für ein Einbett-Zimmer seien es 600 Franken. Der Jahresbeitrag zur Unterstützung des Klubs (Gönnerbeitrag) beträgt 30 Franken.
Im Zusammenhang mit der personellen Entflechtung in der Geschäftsführung der Spitäler FMI AG und weiterer Institutionen hatten sich laut der Medienmitteilung der Vorstand des Spitalklubs Meiringen und die Geschäftsleitung der Spitäler FMI AG mit der Frage zu befassen, wie der Klub künftig ausgerichtet werden soll: «Gemeinsam kam man zum Schluss, die Möglichkeit der Klubmitgliedschaft solle auf das gesamte Einzugsgebiet – vom Oberhasli bis ins Frutigland – ausgedehnt und der Klub administrativ der Spitalgesellschaft zugeordnet bleiben: «Dieser Argumentation folgten am Dienstagabend auch die Mitglieder des Spitalklubs. Sie hiessen an der 14. Hauptversammlung in Meiringen eine entsprechende Statutenänderung gut.
Neuer Vorstand
Mit der vollständigen administrativen Übertragung an die Spitäler FMI AG habe auch der Vorstand des Spitalklubs neu zusammengesetzt werden müssen, obwohl dieser erst im Jahr 2009 für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren gewählt worden sei, verlautet im weiteren. Um die Kontinuität im Übergang sicherzustellen, habe sich der bisherige Präsident, Ernst Kohler sen. (Willigen), für ein weiteres Jahr als Mitglied zur Verfügung gestellt. Neuer Vereinspräsident ist der Mattner FMI-Chefapotheker und BDP-Grossrat Enea Martinelli. Für die zurücktretenden Lydia Kölliker und Heinz Witschi wurden neu Sandro Hügli (FMI-Kommunikation/Marketing, Meiringen) und der FMI-Finanzchef Peter Wyss (Unterseen) gewählt. Der Sitz des Frutigland-Vertreters bleibe vorderhand vakant. Der neue Vorstand beendet die Amtsdauer ihrer Vorgänger. Gewählt wurde zudem eine neue Revisionsstelle.
Erfreuliches Ergebnis
Wie am Dienstagabend dargelegt wurde, machten im vergangenen Jahr 21 Mitglieder in insgesamt 26 Fällen Gebrauch von ihrem Klubrecht. Gestützt auf einen entsprechenden Vertrag richtete der Klub der Spitäler FMI AG Entschädigungen von total 25 122 Franken (Vorjahr: 43 463 Franken) aus. Die Jahresrechnung 2009 schloss bei Erträgen von rund 65 000 Franken und Aufwendungen von rund 37 000 Franken mit einem Gewinn von 28 000 Franken ab. Das Vereinsvermögen erhöhte sich damit per Ende 2009 auf rund 501 000 Franken.
Leicht rückläufige Mitgliederzahl
Der Verein verzeichnete Ende des vergangenen Jahres 271 Mitglieder – 11 weniger als im Jahr 2008. 137 Personen haben sich mit ihrer Mitgliedschaft das Recht zum Bezug von Spitalleistungen erworben, 134 unterstützen den Verein rein finanziell mit einem Gönnerbeitrag. Der Klub nimmt auch Spenden, Schenkungen oder à-fonds-perdu-Beiträge entgegen.
Nach dem offiziellen Teil der Versammlung referierte Hannes Balmer, Facharzt für innere Medizin/Schwerpunkt Geriatrie am Spital Interlaken zum Thema «Der Geriatriestützpunkt am Regionalen Spitalzentrum». |