Weiterhin Gratisbestattung für die Thuner
Mit 4211 Nein gegen 2337 Ja haben Die Thuner Stimmberechtigten die Revision des Bestattungs- und Friedhofreglements bei einer Stimmbeteiligung von 21,07 Prozent abgelehnt. Damit bleibt die bisherige Regelung, sämtliche Thuner gratis zu bestatten.
pd/bns. Mit der Ablehnung der Revision des Bestattungs- und Friedhofreglements haben laut einer Medienmitteilung die Thuner den Stadtratsbeschluss vom 26. November 2009 umgestürzt, gegen welchen Lotti Pfeiffer, Peter Reinhard und Jürg Schönholzer erfolgreich das Referendum ergriffen hatten.
Das Referendumskomitee machte unter anderem geltend, mit der Gebührenpflicht werde die Würde der Verstorbenen und der Angehörigen verletzt. Ferner würden durch die unterschiedlichen Tarife für die Feuer- und Erdbestattung die Angehörigen der verschiedenen religiösen Gemeinschaften ungleich behandelt. Der Tod dürfe mit den neuen Vorschriften nicht auch noch kommerzialisiert werden.
Mit der Ablehnung dieser Revision sei auch eine Angleichung an die Regelungen der meisten Regionsgemeinden und bernischen Städte abgelehnt worden, wonach die Bestattungskosten künftig aus dem Nachlass der Verstorbenen gedeckt werden sollten. Bei ungenügendem Nachlass hätte die Stadt jedoch weiterhin die Kosten für die Bestattung übernommen: «Die bisherige grosszügige Regelung, sämtliche Thuner gratis zu bestatten, hielten der Stadtrat und der Gemeinderat für nicht mehr zeitgemäss, um so mehr, als die Stadt ihre knappen Finanzen sorgfältig auf ihre vielseitigen Aufgaben verteilen muss.» Der Gemeinderat bedaure aus finanzpolitischer Sicht die Ablehnung dieses vom Stadtrat in Auftrag gegebene und von diesem ohne Gegenstimme verabschiedeten Geschäfts. |