Rolle des Kantons in der Tourismuswerbung soll gestärkt werden
Der Kanton Bern will seine Rolle in der touristischen Marktbearbeitung stärken und gemeinsam für alle Destinationen eine Leistungsvereinbarung mit Schweiz Tourismus abschliessen. Dies erfordere eine kleine Revision des Tourismusentwicklungsgesetzes.
pd/bns. Geplant ist laut einer Medienmitteilung, «dass der Kanton anstelle der einzelnen Destinationen mit Schweiz Tourismus eine Leistungsvereinbarung über die Grundwerbung abschliesst». Zudem soll sich der Kanton bei der Bewerbung um internationale Veranstaltungen und deren Vorbereitung stärker einbringen. Damit könnten die guten Erfahrungen mit der Euro 08 und der Eishockeyweltmeisterschaft 2009 für eine stärkere touristische Präsenz des Kantons genutzt werden: «Diese Zwischenergebnisse müssen nun konkretisiert werden, damit die politische Meinungsbildung erfolgen kann.» Gleichzeitig mit der Revision des Tourismusentwicklungsgesetzes soll laut der Medienmitteilung die Beherbergungsabgabe angepasst werden, damit den Destinationen mehr Geld für ihre touristische Marktbearbeitung zur Verfügung stehe.Der heutige Betrag von 60 Rappen je Übernachtung sei seit langem unverändert.
Zur besseren Koordination von Tourismus und Regionalpolitik soll das Thema Tourismus im nächsten Umsetzungsprogramm zur Regionalpolitik 2012 bis 2015 gestärkt werden: «Das neue Umsetzungsprogramm wird auch das tourismuspolitische Leitbild aus dem Jahr 2001 ablösen.»
Im Nachgang zum dritten Berner Tourismustag habe der Volkswirtschaftsdirektor, Regierungsrat Andreas Rickenbacher, im November 2009 der «Berner Wirtschaft» vier Aufträge erteilt, wird in der Medienmitteilung erinnert: Die «Berner Wirtschaft» soll den Prozess der Destinationsverdichtung prioritär begleiten, die längerfristige Finanzierungsfrage soll geprüft, die Qualitätssicherung gefestigt und schliesslich soll die Tourismus- und Regionalentwicklung enger verknüpft werden.
Zur Finanzierungsfrage lägen erste Ergebnisse vor, verlautet im weiteren: Das Tourismusentwicklungsgesetz aus dem Jahr 2005 habe sich weitgehend bewährt und stelle die für die Entwicklung des Tourismus nötigen Instrumente zur Verfügung. Einzig bei der touristischen Marktbearbeitung bestehe Handlungsbedarf: Der Kanton soll sich stärker in der Basiswerbung für seine Destinationen engagieren.
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