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| Schneeschmelze und Krokusblüte. |
Purpur-Steinbrech (Saxifraga oppositifolia). |
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Vorboten des Bergfrühlings im Alpengarten Schynige Platte
Wo der Schnee schmilzt, blüht es: Im Alpengarten Schynige Platte oberhalb von Wilderswil auf rund 2000 Meter über Meer ist der Frühling angebrochen.
pd/bns. In den verschiedenen alpinen Rasen und Weiden des botanischen Alpengartens verdrängen laut einer Medienmitteilung Krokusse, Schlüsselblumen, Soldanellen, Enziane und die ersten Anemonen den Winter: «Von den Felsbändern leuchten goldgelbe Aurikel. Und wo die Kalkschutthalden besonders kahl und unwirtlich scheinen, blüht der Purpur-Steinbrech (Saxifraga oppositifolia).» Bestäubt werde der Frühblüher gewöhnlich von Hummeln, die auch bei tiefen Temperaturen aktiv seien: «Weil Hummeln zwischen ihren Blütenbesuchen meistens mehrere Meter fliegen, kommt es beim Purpur-Steinbrech nur selten zu Inzucht, und das Erbgut innerhalb der Bestände ist sehr vielfältig.» Diese genetische Diversität und seine vielfältigen Wuchsformen hülfen dem Purpur-Steinbrech, immer wieder neue Standorte zu besiedeln. So sei die Art in den Alpen weit verbreitet und habe wohl auch recht gute Aussichten, mit veränderten Umweltbedingungen zurecht zu kommen: «Wenn Bestände wegen der Klimaerwärmung an ihren bisherigen Standorten zu viel Konkurrenz von anderen Pflanzen bekämen, könnten neue Generationen eventuell höher klettern – sofern die Berge hoch genug sind.»
Alpengarten 2010. Täglich 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Führungen nach Voranmeldung 50 Franken pro Gruppe (ab 20 Personen wird eine Gruppe geteilt). Anfahrt: per Bahn (Interlaken Ost–) Wilderswil–Schynige Platte: Fahrzeit ab Wilderswil 50 Minuten (www.jungfrau.ch).
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