Frühjahrsversammlung der Burgergemeinde Ringgenberg-Goldswil
Die Jahresrechnung 2009 der Burgergemeinde Ringgenberg-Goldswil, die sich aus Forstwirtschaft und Burgergut zusammensetzt, hat trotz harmonisierten Abschreibungen von 66 851 Franken beim Burgergut mit einem Ertragsüberschuss von 2679 Franken abgeschlossen.
pd/bns. Bei der Forstwirtschaft entstand laut einer Medienmitteilung ein Aufwandüberschuss von 24 024 Franken. Nach der Genehmigung des ausführlichen Protokolls der Altjahresversammlung vom Dezember des letzten Jahres, stellte Barbara Frutiger-Willi an der ordentliche Frühjahrsversammlung den 23 anwesenden Burgern die abgeschlossenen Verpflichtungskredite vor: Sanierung der Burgerwohnung Anhöhe und Anbau des Geräteschopfs am Längenmattenweg. Die zur Diskussion stehenden Nachkredite und die Rechnung wurden ohne Einwand einstimmig genehmigt.
Die Burgerversammlung stimmte dem Verkauf einer Stockwerkeinheit auf der Anhöhe zu. Anschliessend wurde dem Burgerrat die Kompetenz erteilt, zukünftig solche Handänderungen in eigener Regie zu bewerkstelligen.
In der Überbauung Eyen werden die letzten Parzellen bebaut. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Garagenstandplätzen gestiegen ist. Aus diesem Grund sah sich der Burgerrat veranlasst, ein zusätzliches Projekt in Angriff zu nehmen. Die Burgerversammlung stimmte dem Kredit für einen neuen Carport von 65 000 Franken zu.
Einem zusätzlichen Landabtausch im Grossen Moos von 150 Quadratmeter an die Einwohnergemeinde wurde nach eingehenden Diskussionen zugestimmt, unter dem Vorbehalt, dass eine Baubewilligung erteilt wird. Bei einem zukünftigen Bau einer Mehrzweckhalle muss ein Zufahrtsweg zwecks Anlieferung, Feuerwehr und so weiter erstellt werden. Aus diesem Grund sollte der bestehende Gehweg nach Norden verbreitert werden.
Kevin Abegglen, Jeffrey Imboden, Madeleine Nufer, Davina Steiner, Andrea Steiner und Tamara Steiner aus Ringgenberg sowie Roger Imboden, Annette und Pasquale Moreno aus Goldswil sind die für den Burgernutzen neu Berechtigen. Innerhalb der Gemeinde wohnen 501 Burger, davon stimmberechtigt sind deren 427.
Burgerpräsident Werner Steiner orientierte über die unerfreuliche Holzerei am Aebnit- und Marchgraben, deren Landbesitzer die Burgergemeinde ist. Gemäss neusten Informationen dürfen die in der Presse angekündigten Räumungsarbeiten, welche die Einwohnergemeinde auf eigene Kosten ausführt, nur soweit getätigt werden, wie dies die Entscheidungsinstanz zulässt. Ansonsten muss die Gemeinde mit erheblichen Subventionskürzungen rechnen.
Weitere Orientierungen: Die Sanierung des sogenannten «Dörrhüsi» ist im Gang. An der Tägerlauene wurde der Damm fertigerstellt. Die Altjahresgemeinde von diesem Jahr findet am 18. Dezember statt.
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