Industrielle Betriebe Interlaken auch im Jahr 2009 erfolgreich
Die Jahresrechnung der Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) schliesst im Jahr 2009 mit einem gegenüber dem Vorjahr nur etwas kleineren Gewinn ab – trotz vieler Investitionen und einer revisionsbedingten, leicht rückgängigen Eigenproduktion bei der Elektrizität.
bns/pd.
Bei einem Aufwand von 37,56 Millionen Franken (Vorjahr: 34,07) schliesst die Jahresrechnung 2009 mit einem Gewinn von 197 299 Franken (Vorjahr: 204 495) ab. Aufgrund hoher Investitionen konnten laut Geschäftsbericht 2009 keine Schulden getilgt werden. Zahlreiche Aktivitäten haben laut einer Medienmitteilung das vergangene Geschäftsjahr der IBI geprägt: Mit einer kleinen Feier öffnete nach IBI-Angaben das neue Elektrofachgeschäft und Kundencenter an der Jungfraustrasse 45 am 1. Mai 2009 seine Türen für die Kundschaft. Das Ladenlokal diene neu auch als Anlaufstelle für Auskünfte zu Energielieferungen und deren Verrechnung. Ende August sei auf dem Areal der IBI das aufgestockte und umgebaute Bürogebäude seiner Bestimmung übergeben worden: «Das bestehende Gebäude wurde energetisch saniert; das neu gebaute zweite Stockwerk, welches mit dem auffällig gestalteten Lift zugänglich ist, entspricht dem Minergiestandard.» Nur wenige Tage später hätten die IBI gemeinsam mit der Landi Jungfrau AG an der oberen Bönigstrasse in Interlaken die erste Erdgastankstelle zwischen Thun und Luzern eröffnet. Bei einem der Eröffnung hätten lokale Garagisten ihre Erdgasfahrzeuge vorgestellt. «Das Jahr war ausserdem geprägt von einer regen Bautätigkeit im Versorgungsgebiet. In Rahmen diverser Kanalisations- und Strassenbauprojekte haben die IBI viele alte Werkleitungen in den entsprechenden Abschnitten modernisiert.»
Fast gleichbleibender Stromabsatz
Beim Dotierkraftwerk «Gurben» in Unterseen wurden laut der Medienmitteilung nach zehn Jahren zum ersten Mal die Turbine und der Generator revidiert: «Zur Folge sank die Eigenproduktion gegenüber dem Vorjahr um 6,38 Prozent. Die IBI mussten deshalb mehr Energie von der BKW FMB Energie AG beziehen. Die Stromabgabe an die Kundschaft sank im 2009 um 0,21 Prozent. Gesamthaft wurden rund 103 Gigawattstunden an Kunden abgesetzt.
Mehr Wasser abgesetzt – Anlagen geprüft
Nach einem Rückgang der Wasserabgabe im Jahr 2008 um 4,31 Prozent, sei die Abgabe an die Kunden der IBI im Jahr 2009 wieder um 7,4 Prozent gestiegen: «Im Juli wurden die Wasserqualität sowie sämtliche Einrichtungen der Wasserversorgung durch das kantonale Laboratorium Bern geprüft. Die IBI haben sämtliche Vorschriften der Lebensmittelgesetzgebung eingehalten und das Labor bestätigte wiederum die sehr gute Qualität des Trinkwassers im Versorgungsgebiet. Umfangreiche Kontrollen dieser Art finden alle zwei bis drei Jahre statt.»
Gasabsatz leicht gestiegen
Mit einem Plus von 1,73 Prozent stieg laut IBI der Absatz beim Erdgas im Vergleich zum Vorjahr nur gering und betrug rund 30 Gigawattstunden. Zuzuschreiben sei dieses Resultat dem eher milden Winter im ersten Quartal 2009: «Nach den Preissenkungen im ersten und zweiten Quartal profitierten IBI-Kunden bis Ende 2009 von den tiefen Preisen. Dies, obschon die Erdgas Thunersee AG als Vorlieferant der IBI ihre Preise per 1. Oktober 2009 erhöht hatte. Andere Gasversorger hatten die Preisänderungen im letzten Quartal an ihre Kunden weitergegeben.»
Die IBI 2009 in Zahlen
Strom Eigenproduktion: 10,7 Millionen Kilowattstunden (kWh), Strom Einkauf 92,4 Millionen Kilowattstunden. Stromabsatz total: 103,1 Millionen Kilowattstunden. Gasabsatz 29,9 Millionen Kilowattstunden. Wasserabsatz 2,41 Millionen Kubikmeter. Umsatz 37,76 Millionen Franken. Cashflow 4,84 Millionen Franken.
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