Ringgenberg: Sicherheitsholzerei am Goldswiler gibt zu reden
Die Sicherheitsholzerei am Goldswiler stösst bei den Gemeindebehörden von Ringgenberg auf Kritik. Demgegenüber geben die Sanierungsmassnahmen an den Rütigräben, zweite Etappe, ein gutes Bild ab und sind Zeichen einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinden und privaten Unternehmern.
Die Sicherheitsholzerei am Goldswiler gleicht eher einem Schlachtfeld. (Bild Dora Schmid-Zürcher)
Nach Auffassung der Gemeindebehörden und der Burgergemeinde, zur Hauptsache Eigentümer des fraglichen Waldes, gibt die sogenannte Sicherheitsholzerei am Goldswiler eine denkbar schlechte Visitenkarte ab. Die teils kreuz und quer liegengelassenen Bäume erwecken aus Sicht der Gemeinde den Anschein eines Sturmschadens, derweil die Holzerei von der kantonalen Waldabteilung Oberland-Ost als zeitgemäss und ökologisch richtig beurteilt wird. Die Gemeinde wird – oder besser muss – in eigenen Kosten mit einer Equipe des Forst- und Bauamtes versuchen, das aus ihrer Sicht wüste Bild am Dorfeingang etwas zu verbessern. Der Gemeinde dürfte ein zusätzlicher Aufwand von einigen tausend Franken erwachsen – eine höchst unrühmliche Geschichte einer wenig erfreulichen Zusammenarbeit zwischen Kanton (Forstorganen) und Gemeinde.
Bauwerke an den Rütigräben abgenommen
Die drei Schutzmassnahmen an den Rütigräben der Geschiebesammler in der Tägerlouena, der Geschiebesammler an der Bärenlochstrasse und die verbesserte Querung der Hohfluhstrasse mit kleinem Sammler – konnten alle abgenommen werden. Sie fügen sich schön in die Natur ein und werden der Bevölkerung zur Besichtigung empfohlen.
Gemeindeschreiber Peter Riesen, Ringgenberg
Die Sanierungsmassnahmen werden voraussichtlich erst noch deutlich unter dem Kostenvoranschlag abgerechnet werden können. Hier liegt ein erfreuliches Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Kanton (Wasserbauabteilung), Gemeinde und privaten Unternehmern vor. Die Schutzmassnahmen an den Rütigräben sind damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Als nächstes wird die Planung der dritten Etappe in Angriff genommen. Ziel dieser Etappe wird sein, die Abflussverhältnisse im Moos/in der Säge zu verbessern.
Gemeinde obsiegte in einigen strittigen Fällen
Der Gemeinderat konnte zur Kenntnis nehmen, dass in drei Baubewilligungsverfahren die strittige Auffassung der Gemeindebehörde durch obere Instanzen geschützt wurden, in einem Verfahren durch die kantonale Baudirektion und in zwei Verfahren durch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern. In einem weiteren Beschwerdeverfahren in einer Vormundschaftsangelegenheit entschied der Regierungsstatthalter von Interlaken als Aufsichtsbehörde ebenfalls im Sinne der Gemeinde. In allen Fällen müssen die unterlegenen Beschwerdeführer teils recht happige Verfahrenskosten übernehmen.
Sanierungsarbeiten am Gebäude mit dem Verkehrsbüro dringlich
Die Heizung im Gebäude mit dem Verkehrsbüro und dem Sitzungszimmer im Obergeschoss funktioniert nicht mehr. Der nötige Ersatz der Heizung mit einigen weiteren, dringlichen Sanierungs- beziehungsweise Isolierungsmassnahmen ist mit Blick auf den nächsten Winter dringend geworden. Der Gemeinderat beschloss deshalb, an der nächsten Gemeindversammlung ein Kreditbegehren von 155 000 Franken zu stellen.
Gemeindeversammlung am 9. Juni
Der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2010 mit Beginn um 20.15 Uhr, im Gmeindshus Goldswil werden die folgenden Geschäfte unterbreitet: 1. Protokoll vom 11. Dezember 2009. 2. Rechnung und Nachkredite 2009. 3. Investitionskredite: Zusatzkredit von 90 000 Franken für die Generelle Entwässerungsplanung. 54 000 Franken für einen neuen Hydranten mit Zuleitung im Steinhauerboden, Goldswil. 155 000 Franken für die Sanierung des Gebäudes mit dem Verkehrsbüro. 4. Auflösung des Gemeindeverbandes Arbeitsgericht Interlaken-Oberhasli. 5. Verschiedenes.
Arbeitsvergebung
Die Erschliessungsarbeiten im Buechmätteli wurden vergeben an: Alb. Steiner AG, Sanitärarbeiten. Nufer Anderegg Bau AG, Baumeisterarbeiten. Weitere Arbeiten wurden vergeben für den Neubau der Alterswohnungen/Demenzwohngruppe an Frutiger Schreinerei GmbH, Bönigen, Innentüren aus Holz. Arbeitsgemeinschaft Chappeli, per Adresse von Allmen AG, Schiebe-Fensterläden. |