Kirchgemeinde Ringgenberg kauft das Pfarrhaus
Die Ringgenberger Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag 16. Mai 2010 hat einstimmig den Kauf des Pfarrhauses für 245 000 Franken genehmigt. Bei Ausgaben von rund 420 000 Franken resultiert in der Rechnung der Kirchgemeinde Ringgenberg für das Jahr 2009 ein Ertragsüberschuss von rund 64 500 Franken.
Das Ringgenberger Pfarrhaus – ein Schnäppchen für 245 000 Franken. (Bild Dora Schmid-Zürcher)
pd/bns. Das Eigenkapital der Kirchgemeinde Ringgenberg beträgt laut einer Medienmitteilung neu rund 628 000 Franken. An der von Kirchgemeindepräsident Werner von Allmen geleiteten Versammlung habe den 40 Stimmberechtigten ein erfreuliches Rechnungsergebnis für das Jahr 2009 präsentiert werden können.
Die ehemalige Kirchgemeindepräsidentin Vreni Steiner erläuterte die Schlussabrechnung der Burgruine. Die Sanierung habe 974 500 Franken, also knappe eine Million Franken gekostet. Dank vieler zum Teil namhafter Spenden von Privaten, Gemeinden, Bäuert- und Burgergemeinden, Banken, Heimatschutz, Bundesamt für Kultur, Lotteriefonds, Stiftungen, Regionalplanung und so weiter bleibe der Kirchgemeinde ein bescheidener Betrag von 163 Franken zu berappen. Steiner betonte, dass viele der beteiligten Handwerker ebenfalls zum guten Rechnungsergebnis beigetragen hätten, etliche Baurechnungen seien grosszügig abgerundet worden.
Bauingenieur Hanspeter Böhler erläuterte die Bauabrechnung des Schräglifts. Die Kosten für den rege benützten Lift beliefen sich auf rund 390 000 Franken. Auch hier habe der Rahmen des bewilligen Kredites eingehalten werden können: «Wiederum gingen viele Spenden ein, so dass schliesslich der Kirchgemeinde ein Restbetrag von 171 000 Franken bleibt.»
Der Kauf des Pfarrhauses wurde laut der Medienmitteilung ebenfalls einstimmig genehmigt: Der Preis für das Pfarrhaus mit Umschwung betrage 245 000 Franken: «Ein günstiges Angebot des Kantons Bern, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren viel investiert worden ist, unter anderem für eine funktionstüchtige Heizung und eine neue Küche.» Nun soll also das Pfarrhaus der Kirchgemeinde Ringgenberg gehören, dank flüssiger Eigenmittel könne es ohne Kredit finanziert werden.
Pfarrer Andreas Schiltknecht orientierte anschliessend über die kommenden Anlässe wie Konfirmationen, Gottesdienste mit Abendmahl, Sommerkonzerte und Seniorenferien. Die neue Monatszeitung «reformiert.ch» soll in Zukunft mehrfarbig erscheinen. Pfarrerin Christine Sieber freute sich auf das Abschlussprojekt von Kinderkirche und kirchlicher Unterweisung: Aus zahlreichen Legosteinen soll eine Stadt erbaut werden.
|