SP Thun lehnt Bestattungsreglement ab
Mit einer Zweidrittelsmehrheit hat die Sozialdemokratische Partei Thun an ihrer Mitgliederversammlung vom Mittwochabenddas revidierte Bestattungs- und Friedhofreglement der Stadt Thun abgelehnt. Klar Ja sagt die SP Thun hingegen zur Regionalkonferenz Thun- Oberland-West. Zudem hat die SP Thun das Positionspapier für mehr Sicherheit und Lebensqualität in der Altstadt verabschiedet. Von der Versammlung gestrichen worden ist der Vorschlag, die Rauchergesetzgebung aufzuweichen.
pd/bns. «Das Referendumskomitee gewichtet die Ethik höher als die Finanzen», begründete laut einer Medienmitteilung Seniorenratspräsident Jürg Schönholzer seine Motivation für das Referendum gegen das revidierte Bestattungs- und Friedhofreglement der Stadt Thun. Gewerkschafter Martin Allemann doppelte nach: «Die kostenlose Bestattung ist ein Teil des Service public, und dieser darf nicht abgebaut werden.» SP-Stadtrat Alfred Blaser hingegen vertrat die Haltung, «dass sich die SP an den Kompromiss halten solle, dem die Stadträte mit der Aufgaben- und Verzichtsplanung zugestimmt haben». Rund zwei Drittel der SP-Mitglieder folgten der Argumentation von Jürg Schönholzer und Martin Allemann und lehnten die Reglementsänderung ab.
Regionalkonferenz Thun-Oberland-West
Stadtpräsident Hans-Ueli von Allmen stellte die Vorlage zur Einführung der Regionalkonferenz Thun-Oberland-West vor. «Die Regionalkonferenz ist weder eine neue Verwaltungseinheit noch löst sie neue Kosten aus, sondern sie ersetzt fünf bestehende überkommunale Gremien», begründete er seine Zustimmung zur Einführung der Regionalkonferenz Thun-Oberland-West. Alt Gemeinderat Hans Kelterborn kritisierte den Kanton, der sich mit der Einführung der Regionalkonferenzen aus der Verantwortung stehle, stellte aber keinen Ablehnungsantrag. Die Mitgliederversammlung beschloss denn auch praktisch einstimmig die Annahme der Vorlage.
SP Thun steht zur Rauchergesetzgebung
Zum dritten Mal hat laut der Medienmitteilung die SP Thun das Positionspapier für mehr Sicherheit und Lebensqualität in der Altstadt diskutiert. In hohem Bogen verworfen haben die Mitglieder den Vorschlag, die Rauchergesetzgebung aufzuweichen. Alle anderen zuvor nicht diskutierten Positionen seien hingegen diskussionslos angenommen worden, so dass denn auch die Schlussabstimmung zu Einstimmigkeit führte: «Das Positionspapier dient der Stadtratsfraktion als Grundlage für ihre Arbeit. Zudem soll es auch auf der kantonalen und nationalen Ebene in die sicherheitspolitische Arbeit der SP einfliessen.»
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