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Dienstag 23. März 2010
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Kanton Bern fordert Ausbau der Lötschbergachse

Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer zeigt sich erfreut über die Aufnahme des Knotens Bern und des Ligerztunnels in «Bahn 2030». Die kantonale Verkehrsdirektorin fordert jedoch, dass der Bund die Beseitigung der ausgewiesenen Engpässe auf der Lötschbergachse in erster Priorität angeht.

kkb/bns. Mit der Gründung eines Lötschberg-Komitees und konkreten Finanzierungsideen will sich laut einer Medienmitteilung die bernische Verkehrsdirektorin konstruktiv für dieses Anliegen einsetzen. Der Bund wolle mit «Bahn 2030» die Engpässe beim Bahnverkehr beseitigen: «Zu den vom Bund ausgewiesenen Engpässen zählen auch der Lötschbergbasistunnel und die Zufahrtsachse im Aaretal.» Dennoch setze der Bund mit «Bahn 2030» den Ausbau des Lötschbergbasistunnels und das dritte Gleis zwischen Gümligen und Münsingen nur auf zweite Priorität. Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer: «Für mich ist dieses Vorgehen unverständlich und nicht akzeptabel. Der Bund anerkennt die Engpässe, bleibt aber dann auf halbem Wege stehen und will nicht handeln.»

Durch den Lötschbergbasistunnel fahren laut der Medienmitteilung knapp drei Jahre nach seiner Eröffnung fast doppelt so viele Reisezüge als in den Planungen vorgesehen. Der Güterverkehr habe sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Die BLS AG habe – siehe auch BLS: «Ausbau der Lötschbergachse nötig und machbar» vom Dienstag 16. März 2010 – in einer Studie aufgezeigt, dass der Ausbau des Lötschbergbasistunnels technisch machbar und rasch realisierbar sei: «Akute Engpässe bestehen auch auf der Zufahrtsstrecke im Aaretal, die zu den am stärksten belasteten Bahnlinien in der Schweiz gehört.» Die bernische Verkehrsdirektorin fordere deshalb vom Bund, dass er den prioritären Ausbau der Lötschbergachse in «Bahn 2030» aufnehme: «Zur Unterstützung dieser Forderung kündigt Egger-Jenzer ein Lötschberg-Komitee an, welches der Kanton Bern zusammen mit Wallis sowie anderen Kantonen und Organisationen schaffen will». Weiter unterbreite der Kanton dem Bund einen konkreten Vorschlag zur Finanzierung des Lötschbergausbaus: Heute bezahle die BLS AG jährlich 75 Millionen Franken zur Amortisation des Lötschbergtunnels in die allgemeine Bundeskasse. Mit diesen Mitteln liesse sich der Lötschbergausbau finanzieren.

Erfreut zeige sich Regierungsrätin Egger-Jenzer, dass der Bahnhofknoten Bern mit dem Ausbau des Bahnhofs Bern und seinen Zufahrten sowie auch der Ligerztunnel mit erster Priorität in die Planung aufgenommen worden seien, verlautet im weiteren: «Damit anerkennt der Bund den nationalen Handlungsbedarf beim zweitgrössten Bahnknoten der Schweiz und will entsprechend handeln.» Mit dem Ligerztunnel werde nach über 20 Jahren Planung der Engpass auf der Jurafusslinie endlich behoben.

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