BLS: «Ausbau der Lötschbergachse nötig und machbar»
Ein Ausbau des heute zu zwei Drittel einspurigen Lötschberg-Basistunnels unter laufendem Bahnbetrieb ist nach Einschätzung der BLS nötig und technisch machbar. Dabei wäre mit einer Bauzeit von rund zwölf Jahren und Kosten von 1330 Millionen Franken (Vollausbau), respektive 790 Millionen Franken (reduzierter Ausbau Ferden–Mitholz) zu rechnen.
pd/bns. Um eine rasch wachsende Nachfrage im Personen- und Güterverkehr bewältigen zu können, müssten laut einer Studie im Auftrag der BLS AG auf der Nord-Süd-Achse neben dem Ausbau des Lötschberg-Basistunnels weitere Engpässe zwischen Bern und Thun, auf den Zufahrten zum Knoten Bern sowie zwischen Olten und Basel (Wisenberg) behoben werden.
Ein Ausbau des Lötschberg-Basistunnels würde laut einer Medienmitteilung einen Halbstundentakt von Bern ins Wallis ermöglichen und die heutige Güterverkehrskapazität mindestens verdoppeln. Dies sei nötig, weil sich die Nachfrage sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr anhaltend stark entwickele und die Lötschberg-Basisstrecke bereits heute schweizweit zu den Abschnitten mit der höchsten Kapazitätsauslastung gehöre: «Ein ausgebauter Basistunnel würde die Verlagerungspolitik des Bundes zusätzlich stützen, weil dann keine Güterzüge mehr über die Bergstrecke verkehren müssten und sich so beträchtliche Produktivitätsgewinne für die Schiene realisieren liessen.» Die Autoren der Studie untersuchten nach BLS-Angaben sowohl den Vollausbau des Basistunnels auf zwei Spuren als auch einen reduzierten Ausbau, der sich auf den bereits heute ausgebrochenen, aber noch nicht bahntechnisch ausgerüsteten Tunnelabschnitt Mitholz–Ferden beschränken würde: «Sie kommen zum Schluss, dass beide Varianten unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes technisch machbar sind. Dabei ist für einen Vollausbau mit Kosten von 1330 Millionen Franken für die Ausrüstung Ferden–Mitholz von 790 Millionen Franken zu rechnen.» Die Bauzeit einschliesslich Vorbereitung beliefe sich bei beiden Varianten auf rund zwölf Jahre. Bei beiden Varianten wäre das Risiko einer Beeinträchtigung des Bahnbetriebs gering und zeitlich begrenzt. |