Die Untere Bönigbrücke wird ersetzt
Ab Mitte März 2010 wird die Untere Bönigbrücke in Bönigen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Franken und werden voll vom Kanton übernommen.
pd/bns. Die mehr als 50jährige Brücke ist laut einer Medienmitteilung in die Jahre gekommen und stellt bei Hochwasserereignissen ein Hindernis dar: «Die Hauptarbeiten dauern voraussichtlich bis Oktober 2010. Während dieser Zeit wird der Verkehr über eine einspurige Notumfahrung geführt und mit Lichtsignalanlagen geregelt.»
Die aus den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammende Untere Bönigbrücke in Bönigen genüge den Anforderungen an eine moderne Brücke nicht mehr, verlautet in der Medienmitteilung. Einerseits entspreche die Tragfähigkeit nicht mehr den heutigen Anforderungen und andererseits sei die Brücke in einem schlechten baulichen Zustand. Bei den Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre habe die Brücke zudem ein wasserbauliches Hindernis dargestellt: «Das von der Lütschine mitgeführte Schwemmholz drohte mehrmals den Raum unter der Brücke zu verstopfen. Deshalb wird die Brücke durch einen Neubau ersetzt. Das Projekt wurde vom 12. Oktober bis 13. November 2009 öffentlich aufgelegt.»
Gebaut werden soll eine vorgespannte Trogbrücke mit einer Länge von 22 Meter und einer Breite von 9,6 Meter aus Stahlbeton: «Die Brücke soll die Lütschine höher als die alte Brückenkonstruktion queren, was seitliche Anpassungen bei den Liegenschaften und Verkehrswegen erfordert.» Einsprachen und Bedenken hätten in Verhandlungen ausgeräumt werden können. «Die Bauarbeiten wurden an die Arbeitsgemeinschaft Ghelma/Gerber und Troxler aus Interlaken und Bönigen vergeben.» Mit dem Bau soll am kommenden Montag 15. März 2010 begonnen werden. Während der Bauzeit von Mitte März bis Ende Oktober 2010 werde der Verkehr über eine lichtsignalgesteuerte einspurige Notumfahrung an der Baustelle vorbeigeführt: «Kleine wasserbauliche Anpassungsarbeiten an der Lütschine im nächsten Winter werden den Abschluss der Arbeiten bilden.» |