Zwölf Hanf-Indooranlagen ausgehoben
Allein im Monat Februar 2010 hat die Kantonspolizei Bern auf dem gesamten Kantonsgebiet insgesamt zwölf Hanf-Indooranlagen, darunter eine der grössten in Steffisburg, sowie die Infrastrukturen ausgehoben und teilweise bereits vernichtet.
pkb/bns. In der Regel wurden laut einer Medienmitteilung die Hanfpflanzen und die Installationen nach Zustimmung der Betroffenen unverzüglich vernichtet. Allenfalls werde die Vernichtung zu einem späteren Zeitpunkt durch das urteilende Gericht verfügt.
«Gestützt auf umfangreiche polizeiliche Ermittlungen, auf Hinweise aus der Bevölkerung oder nach einem Einbruchversuch stellte die Kantonspolizei Bern letzten Monat bei Hausdurchsuchungen insgesamt zwölf Hanf-Indooranlagen fest», heisst es in der Medienmitteilung. Dabei wurden nach Angaben der Untersuchungsbehörden über 8500 Pflanzen, «von der Jungpflanze bis zu erntereifen Pflanzen, grösstenteils professionelle Installationsanlagen, getrocknete Hanfblüten sowie Bargeld sichergestellt».
Ein Grossteil der Anlagen habe sich laut der Medienmitteilung in gut getarnten und nur schwer zugänglichen Keller- oder Estrichräumen befunden, verlautet im weiteren: «Die grössten Anlagen, die jeweils mehrere Räume umfassten, wurden in einem Industriegebäude in Steffisburg mit rund 2000 Pflanzen, in Kellerräumlichkeiten in Ipsach mit gegen 3700 Pflanzen sowie in einem Klub in Biel mit gegen 1500 Pflanzen gefunden.» Bei den andern Anlagen habe es sich um kleine oder Kleinstanlagen gehandelt, die manchmal wenige Quadratmeter umfassten und beispielsweise in der Wohnung in einem Einbauschrank untergebracht waren: «Die Blüten dieser Pflanzen waren für den illegalen Drogenmarkt bestimmt oder sollten zur Deckung des Eigenkonsums verkauft oder im Bekanntenkreis verschenkt werden.» In den Jahren 2008 und 2009 seien im ganzen Kantonsgebiet insgesamt 140 Hanf-Indooranlagen festgestellt worden, wird in der Medienmitteilung erinnert: «In diesem Jahr bereits 17 Anlagen. |