«Wasserzinsen in die Ursprungsregionen zurückführen»
In einer Stellungnahme zur Wasserstrategie des Kantons Bern begrüsst die Geschäftsleitung der Volkswirtschaft Berner Oberland, «dass der Kanton die Steuerung der Wasserversorgung und der Wassernutzung in der Strategie zukunftweisend festlegen will». Die Wasserzinsen sollten nach Auffassung der Volkswirtschaft Berner Oberland in die Ursprungsregionen zurückgeführt werden.
pd/bns. «In der Umsetzung müssten die regionalen Gegebenheiten jedoch berücksichtigt werden», heisst es in einer Medienmitteilung: «Die Regionen sollen mit den Gemeinden genügend Handlungsspielraum behalten können, um die Bedürfnisse vor Ort angemessen zu berücksichtigen.» Die Wasserversorgung der Bevölkerung habe oberste Priorität und soll unter Berücksichtigung der regionalen Verhältnisse sichergestellt werden.
Die Teilstrategie Wasserversorgung sehe eine Regionalisierung vor, verlautet im weiteren: «Die Volkswirtschaft Berner Oberland steht dafür ein, dass den Trägerschaften, die sich bewährt haben, auch weiterhin die Möglichkeit gegeben wird, ihre Aufgaben wahrzunehmen.» Einzelne Zusammenschlüsse erschienen sinnvoll, aber unter Berücksichtigung der regionalen Unterschiede.
Ein grosser Teil der Wasserzinsen wird laut der Medienmitteilung der allgemeinen Staatskasse zugeführt: «Die Volkswirtschaft Berner Oberland beantragt, dass das Berner Oberland – als Wasserschloss des Kantons – in der Wasserstrategie entsprechend berücksichtigt wird und dass künftig die Wasserzinsen in die Ursprungsregionen zurückgeführt werden.» Der Tourismus bilde für das Berner Oberland den wichtigsten Wirtschaftszweig. Dies sei in der Wasserstrategie zu berücksichtigen: «Einerseits soll die Erhaltung der Naturschönheit sichergestellt sein, ndererseits darf der Bau von notwendigen Speicherseen für die Gewährleistung der Schneesicherheit nicht eingeschränkt werden.»
Die Energieversorgung der Zukunft wird nach Einschätzung der Volkswirtschaft Berner Oberland in hohem Masse auf die Wasserkraft des Berner Oberlandes zur Produktion von Spitzenenergie angewiesen sein. Die Ausbauvorhaben der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), insbesondere das Pumpspeicherkraftwerk Grimsel-Axalp-Brienzersee, seien unbedingt zu unterstützen. |