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Samstag 20. November 2010
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Pappelalleen in der Schweiz sind bedroht

Die Pappelalleen verschwinden schleichend aus unseren Kulturlandschaften. Gründe hiefür sind die Sicherheitsbedenken, die Drainage und Verdichtung der Talböden sowie Strassenausbauten. Zudem scheint niemand wirklich für die Pappeln zuständig zu sein.

pd/bns. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz fordert laut einer Medienmitteilung vom Bund ein Aktionsprogramm zur Rettung der markanten Pappelalleen als landschaftliches Kulturgut: «Der Verlust der Pappelreihen wäre ein weiteres Zeichen der Ausräumung und Banalisierung unserer Landschaften und Opfer der weiteren Verdichtung und der Entwässerung unserer Talböden.» Die Pyramiden-, Italien- oder Napoleonspappel sei ursprünglich eine seit dem 18. Jahrhundert in Norditalien kultivierte Schwarzpappel (Populus nigra), die dank ihrer schlanken Form und Grösse bis über 30 Meter als ein äusserst landschaftsprägender Baum unserer Talgebiete und der grossen Ebenen, wie dem Seeland, gelte. Vor allem Napoleon habe im frühen 19. Jahrhundert verfügt, dass viele Heerstrassen als «Landmarken» zur besseren Orientierung und als Schattenspender mit Pappeln bepflanzt würden: «Gepflanzt wurden die Pyramidenpappeln (und später Hybriden) auch an Flussufern zur Bestockung der Uferböschungen oder bei Bauernhöfen als Schirmbaum gegen Blitzschlag oder als Zierbaum bei Kapellen und Häusern.» Viele Reisende hätten früher über die Pappelalleen im Rhonetal berichtet, «die wie Grenadiere in Reih und Glied stehen». Hermann Löns nannte die Pappel «einen schöner Baum und der Landschaft stolzeste Zier». Eindrücklich ist der Samenflug, die sogenannte Pappelwolle, die im Frühsommer wie ein Schneefall erscheint.

Die ökologische Funktion reiner Pappelreihen sei zwar diskutierbar, verlautet im weiteren. So beschreibe das Pappelalleenkonzept des Kantons Wallis deren Naturwert aufgrund von schwacher Strukturierung und intensiver Pflege als sehr begrenzt. Im Wallis bestünden zwar Tendenzen, die charakteristischen Pappelalleen zu erhalten, dennoch seien auch dort Fällaktionen häufig.

Alte Pappelbäume sind laut Stiftung Landschaftsschutz Schweiz aber dennoch von grossem Lebensraumwert für Insekten und Vögel: «Von ökologischer Bedeutung ist auch, dass die Schwarzpappel kontaminierten Böden Schwermetalle zu entziehen vermag.» Die Pyramidenpappel sei schnellwüchsig, aber nicht sehr langlebig, so dass Ersatzbaumpflanzungen und Pflegemassnahmen nötig würden. Der Baum sei allgemein anpassungsfähig, bevorzuge aber feuchte, nährstoffreiche, alkalische Böden. Auf trockenen Standorten sei er krankheitsanfällig und es bestehe die Neigung zu Wipfeldürre. Auch die Bodenverdichtung gefährde die Pappel. Die jungen Zweige der Pyramidenpappel seien sehr biegsam und zäh, im Alter würden sie jedoch spröde und brächen bei Sturm schnell aus der Krone heraus.

Berühmt ist laut der Medienmitteilung beispielsweise die «Rilke-Pappel» vor dem Schlösschen Muzot in Veyras (Kanton Wallis), die ebenfalls nun gefällt werden soll. Exemplarisch zeige sich der Konflikt im Bieler Seeland. Dort sollen die noch aus der Zeit der Juragewässerkorrektion und den grossen Landumlegungen stammenden Pappelreihen durch das Amt für Wald sukzessive durch Niederhecken mit anderen niederen Bäumen ersetzt werden: «Viele Pappelreihen unterstehen aber der Obhut der Flurgenossenschaften, Gemeinden oder Landeigentümer. Selten sind Pappelreihen durch die Ortsplanung geschützt.» Der Bund habe im Jahr 2008 ein Postulat von Nationalrätin Adèle Thorens, Stiftungsrätin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, abgelehnt.

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