Erhöhung der Grimselsee-Staumauer: Keine Resultate
Bei der Erhöhung der Grimselsee-Staumauer sind die Mitglieder der Begleitgruppe «KWO plus» übereingekommen, dass diese Frage durch die Gerichte geklärt werden soll. Da der umstrittene Moorschutzperimeter vom Bundesrat festgelegt wurde, müssten in dieser Frage die Gerichte entscheiden. Die Parteien wollen sich dafür einsetzen, dass der Entscheid so rasch wie möglich gefällt werden kann.
kkb/bns. Die Begleitgruppe «KWO plus» hat laut einer Medienmitteilung unter Leitung des Kantons gute Arbeit geleistet und könne erste Erfolge präsentieren. Bei zwei der drei Erneuerungsprojekte der Kraftwerke Oberhasli (KWO) habe eine weitgehende Einigung erzielt werden können. Für diese Projekte sei ein ausgewogenes Massnahmen-Paket ausgehandelt worden, das sowohl den Forderungen der Nichtregierungsorganisationen Rechnung trägt als auch für die KWO wirtschaftlich tragbar ist. Keine Resultate wurden im dritten Projekt, die Erhöhung der Staumauer erzielt.
Die Begleitgruppe «KWO plus» hat laut einer Medienmitteilung am Donnerstag über die laufenden Arbeiten informiert: «Die Mitglieder der Begleitgruppe sind sich in den wesentlichen Punkten des sogenannten Tandemprojekts zur Aufwertung der bestehenden Kraftwerke Handeck 2 und Innertkirchen 1 sowie des neuen Pumpspeicherwerks Grimsel 3 weitgehend einig.» Im Rahmen des Tandemprojekts soll die Leistung der beiden über 60 Jahre alten Kraftwerke um 240 Megawatt erhöht werden. Das neue, unterirdische Pumpspeicherwerk Grimsel 3 soll die Produktionsschwankungen von nicht regelbaren Kraftwerken (zum Beispiel Sonnen- und Windkraftanlagen) auffangen.
Bei beiden Projekten hätten die Verhandlungspartner bedeutende Verbesserungen für die Umwelt erzielt, verlautet im weiteren: «Die insgesamt 50 Umweltmassnahmen erstrecken sich über das gesamte Einzugsgebiet der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO).» So sollen die Restwassermengen in den Gewässern erhöht, Auenlandschaften aufgewertet und Fischtreppen gebaut werden: «Ein grosser Teil der vereinbarten Massnahmen werden im Rahmen der Restwassersanierung, das heisst unabhängig von der Realisierung der beiden Erneuerungsprojekte umgesetzt.» Als Folge der Umweltmassnahmen könnten rund 55 Gigawattstunden weniger Strom produziert werden als technisch machbar wäre. Dennoch zögen beide Seiten eine positive Bilanz. Für die KWO sei der Energieverlust zwar bedauerlich, im Gesamtergebnis aber akzeptabel. «Auch die Umweltverbände anerkennen das Ergebnis. Für sie beinhalten die Resultate eine bedeutende ökologische Aufwertung der Projekte.»
Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, zeigte sich laut der Medienmitteilung erfreut darüber, dass es der Begleitgruppe gelungen sei, bei zwei wichtigen Erneuerungsprojekten der KWO einen Schritt voran zu kommen: «Gleichzeitig betont sie aber auch, dass die Arbeiten der Begleitgruppe noch nicht abgeschlossen sind und letzte offene Fragen bestehen, welche insbesondere die Bewertung der Gewässerschutzmassnahmen betreffen.»
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