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Nordwestschweiz: Gemeinsam gegen «Blindflug»

Während zwei Jahren sollen die Autofahrer in der Nordwestschweiz mit den verschiedensten Mitteln auf die Problematik der Ablenkung während der Fahrt aufmerksam gemacht werden. Dadurch soll die Anzahl der im sogenannten Blindflug verursachten Verkehrsunfälle gesenkt werden.

pkb/bns. Auf den Strassen der Nordwestschweizer Kantone Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn mussten laut einer Medienmitteilung im Jahr 2009 14 046 Verkehrsunfälle polizeilich registriert werden. Zu den häufigsten Unfallursachen gehörten Unaufmerksamkeit und Ablenkung. 2328 aller Unfälle seien auf diese Faktoren zurückzuführen. Das entspreche einem Anteil von fast 17 Prozent. Aus diesem Grund hätten die Polizeikorps der Nordwestschweiz mit finanzieller Unterstützung des Fonds für Verkehrssicherheit die Verkehrssicherheits-Kampagne «Blindflug» lanciert. Das Budget für die gesamte Kampagne betrage rund 260 000 Franken.

Tatsache sei, dass Automobilisten immer häufiger abgelenkt unterwegs seien, verlautet dazu: Die stetige Erweiterung der Technik und die Vielfalt der heute verfügbaren Kommunikationsmittel würden zunehmend dazu beitragen, dass Fahrzeugführer abgelenkt seien und die Aufmerksamkeit dadurch vom Verkehrsgeschehen abgewendet werde. Peter Sieber, Chef Verkehr der Kantonspolizei Bern: «Wenn der Blick für Sekunden vom Verkehrsgeschehen abgewendet wird und auch die Gedanken irgendwo anders sind, wird die Haupttätigkeit ‹Autofahren› ausgeblendet oder zumindest zur Nebensache.». Dies obwohl die Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer grösser geworden seien, beispielsweise wegen der zunehmenden Verkehrsdichte.

Wie gefährlich ein «Blindflug» sein könne, zeigte ein einfaches Beispiel: «Im Normalfall geht man davon aus, dass Fahrzeugführer eine Reaktionszeit von einer Sekunde benötigen. Beim Bedienen eines MP3-Gerätes mit angenommenen zweieinhalb Sekunden Ablenkung fahre ein Automobilist bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer volle 55 Meter sogenannt blind. «Dabei sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar: Artikel 3, Absatz 1 der Verkehrsregelnverordnung besagt, dass der Fahrzeugführer seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden muss.»

Eine wichtige Bedingung dafür, dass man abgelenkt sei oder seine Aufmerksamkeit vom Führen des Fahrzeugs weglenke, sei die Geringschätzung der Gefahr der Situation, in der man sich befinde: «Das teilweise unangemessene Gefühl von Sicherheit ermöglicht subjektiv das, was man die ganze Zeit schon erledigen wollte: den Wechsel des Radiosenders, den Abruf aktueller Staumeldungen im Navigationsgerät, das Anzünden der Zigarette oder den Anruf des Geschäftspartners.» Dabei belegten auch internationale Studien die Gefahren, welche durch Ablenkung entstünden: «Insgesamt führen beispielsweise Telefongespräche von unter zwei Minuten täglicher Durchschnittsdauer zu einer mehr als fünffach erhöhten Unfallwahrscheinlichkeit. Im Moment des Telefonats steigt das Risiko eines Unfalls um den Faktor vier.»

Während zwei Jahren sollen nun die Verkehrsteilnehmenden in der Nordwestschweiz mit den verschiedensten Mitteln auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Als Beilage zur Motorfahrzeugsteuerrechnung sei ein entsprechender Flyer verschickt worden. Mit Plakaten, Radio- und TV-Spots sollen die Verkehrsteilnehmer zusätzlich sensibilisiert werden. Während der Kampagne führten die Konkordatskantone zudem regelmässig Schwerpunktkontrollen durch.

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