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Thun: Baubeginn für den Uferweg zum Schadaupark

Nach jahrzehntelanger Planung und politischen Rückschlägen ist am Montagnachmittag mit dem Bau eines Uferweges vom Bahnhof Thun entlang dem Schiffahrtskanal, der Aare zum Schadaupark und an den See begonnen.

pd/bns. Bis im Herbst will die Stadt Thun den Uferweg vom Bahnhof bis zum Schadaupark realisieren. Den Baukredit für den auf insgesamt 3,3 Millionen Franken veranschlagten Uferweg hat laut einer Medienmitteilung der Thuner Stadtrat bereits am 11. Mai 2010 genehmigt: «Nach Abzug der Bundesleistungen, der Kantonsbeiträge und der durch das See- und Flussufergesetz zugesicherten Gelder kostet der Uferweg die Stadt Thun noch rund eine Million Franken.» Fehlen werde danach nur noch ein vom Kanton bereits genehmigtes, aber noch nicht gebautes Teilstück vom Schadaupark bis zum Lachengraben: «Die Realisierung dieses Abschnittes dürfte etwa im Jahr 2015 erfolgen.» Wer heute vom Bahnhof Thun auf einem Fussweg ans Seeufer und zum idyllischen Schadaupark spazieren wolle, sei gezwungen, der Seestrasse zu folgen – auf Asphalt, fernab vom Ufer des Schiffahrtskanals und der Aare: «Nach jahrzehntelanger Planung und einem Volksnein zu einem früheren Uferwegprojekt im Jahr 2000 sind die Tage dieser touristisch unattraktiven Situation gezählt.»

Uferweg seit dem Jahr 1982 in Planung
Rund 30 Jahre habe die Vorgeschichte des neuen Uferweges gedauert, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Nach der Annahme des See- und Flussufergesetzes durch das Berner Volk im Jahr 1982 lag in Thun im Jahr 1986 eine erste Konzeptstudie für die Uferwegplanung vor. Ein Vorprojekt für einen Uferweg wurde bis 1997, auch im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung, mehrmals überarbeitet bis schliesslich der Thuner Stadtrat Anfang 1998 die Grobplanung eines Uferschutzplanes Bahnhof–Schadau genehmigte. Gegen einen Anfang 1999 durch das Stadtparlament bewilligten Baukredit von rund zwei Millionen Franken wurde allerdings das Referendum ergriffen. Die Thuner Stimmberechtigten lehnten den Kredit im Mai 2000 an der Urne mit einer Mehrheit von 57 Prozent ab. Schon kurze Zeit später wurde das Projekt überarbeitet, aus Spargründen aber vorübergehend wieder aus den Legislaturzielen des Gemeinderates gestrichen. Mitte 2007 gab eine Stadtratsmotion dem Vorhaben neuen Schwung: In zwei Etappen soll der Uferweg bis 2011 bis zum Schadaupark realisiert werden. Im Mai 2010 bewilligte der Stadtrat den Baukredit in der Höhe von brutto 3,63 Millionen Franken. Die Stadt beteiligt sich daran mit rund einer Million Franken, den Rest tragen Bund und Kanton.

Teilbaubewilligung bis kurz vor Schadaupark
Von fünf Einsprachen gegen ein neues, im Mai 2010 durch das Stadtparlament genehmigtes Projekt sei nur noch eine hängig, verlautet im weiteren: Sie betreffe die letzte Parzelle beziehungsweise den letzten Abschnitt des Weges zwischen dem Kohleweiher und dem Anschluss an das Trottoir vor dem Schadaupark. Drei Einsprachen seien in eine Rechtsverwahrung umgewandelt und eine zurückgezogen worden: «Der Regierungsstatthalter von Thun erteilte nun eine Teilbaubewilligung bis zur letzten Parzelle kurz vor dem Schadaupark. Diese Teilbaubewilligung ermöglicht es der Stadt Thun, die für den Bau des ersten Teilstückes notwendigen Pfählungen rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Schifffahrt so weit fertigzustellen, dass diese nicht behindert wird.»

Weg erschliesst eine Reihe von Sehenswürdigkeiten
«Der neue Uferweg wird Fussgängern mehrere reizvolle Sehenswürdigkeiten Thuns erschliessen, so die alte Scherzligen-Ländte mit Rundblick auf das Inseli, das Hofstettenquartier, über das Aarebecken und zu den Alpen, die über tausendjährige Kirche Scherzligen mit dem ‹Fischerhaus›, das markante Schloss Schadau und das benachbarte Thun-Panorama» wird in der Medienmitteilung versprochen. Die Fortsetzung werde den Zugang zu den Hotels Seepark und Holiday, später auch zum geplanten Hotel Lachen, zum Kultur- und Kongresszentrum Thun und zum Thuner Strandbad ermöglichen. Vom Bahnhof her öffne sich der Uferweg im Anschluss an einen rund hundert Meter langen und 1,80 Meter breiten Holzsteg gegenüber dem südlichen Ende des Rosenau-Postgebäudes und verlaufe über einen Kiesweg entlang des Kiesverlades der Balmholz AG zum alten Kohleweiher: «Dazwischen bestehen Ruhemöglichkeiten auf Sitzbänken und in einer Wiese am Wasser, zudem wird auf einer Information tafel die Geschichte des alten Bahnhofs Scherzligen erzählt.» Aus Sicherheitsgründen soll der Uferweg entlang des Kiesverlades der Balmholz AG jeweils während der – nur selten und kurz andauernden – Verladearbeiten geschlossen. Weiter führe der Weg dem alten Kohleweiher entlang, bevor ein zweiter, kurzer Holzsteg diesen parallel zur Seestrasse überquere.

«Konstruktive Zusammenarbeit mit Grundeigentümern»
Die danach noch bestehende Lücke nach dem Steg über den Kohleweiher bis an das bestehende seeseitige Trottoir als Anschluss an den Schadaupark soll laut der Medienmitteilung sobald mit den Einsprechern eine Lösung gefunden werden könne, über eine asphaltierte Wegverbindung entlang der Seestrasse geschlossen werden. In diesem Fall könnte der Uferweg Bahnhof – Schadau nach einer Bauzeit von etwa sechs Monaten im Herbst eröffnet werden: «Damit wird ein touristisch sehr wichtiger Abschnitt des bis an die Gemeindegrenze im Gwatt geplanten Uferweges realisiert sein.» Projektleiter Markus Weibel, Leiter der Stadtgärtnerei: «Die intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit allen betroffenen Grundeigentümern seit Wiederaufnahme des Projektes hat zu einem guten gestalterischen Ergebnis und zu beidseitig fairen Lösungen beigetragen.»

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