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Die Umweltverbände zum Grimsel-Ausbau

Die Umwelt- und Naturschutzverbände Greenpeace Schweiz, Grimselverein, Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und WWF Schweiz stehen laut einer gemeinsamen Medienmitteilung zur Wasserkraftnutzung. Sie bekämpfen jedoch weiterhin die Erhöhung der Grimsel-Staumauer.

Der Grimselsee soll mit einer Erhöhung der Staumauern Seeuferegg und Spittellamm (Bild) um 23 Meter vergrössert werden. (Archivbild: Peter Schmid)

pd/bns. Die zwei Projekte Tandem und Grimsel 3 werden demgegenüber als bewilligungsfähigen Kompromiss bezeichnet und machten deshalb keine Einsprache: «Einzig die Erhöhung der Staumauer bekämpfen sie weiterhin, da sie die Verfassung und geltende Gesetze verletzt und keinen zusätzlichen Strom produziert.» Mit ihrer Zustimmung zu den beiden Grimsel-Projekten Tandem und Grimsel 3 stützten Greenpeace Schweiz, Grimselverein, Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und WWF Schweiz einen Kompromiss, der im Dialog der Begleitgruppe zu KWO plus entstanden sei und gegenüber den ursprünglichen Plänen erhebliche ökologische Verbesserungen bringe: «Das ändert nichts daran, dass die Umweltorganisationen der Pumpspeicherung, wie sie das Projekt Grimsel 3 vorsieht und wie sie heute praktiziert wird, nach wie vor skeptisch gegenüberstehen.» – Die Umweltverbände nutzen laut der Medienmitteilung ihr Beschwerderecht zurückhaltend und nur bei Projekten, die der Natur schadeten und gegen das Gesetz verstiessen. Das dritte Grimsel-Projekt, die Erhöhung der Staumauer, sei so ein Projekt: «Die Seevergrösserung würde eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und das wertvolle Vorfeld des Aaregletschers fluten und damit den verfassungsmässigen Moorschutz verletzen.» Otto Sieber, Pro-Natura- Zentralsekretär: «Die Erteilung der Neukonzession wäre widerrechtlich, darin sind sich Umweltverbände und Rechtsexperten einig.» Wichtig sei in diesem Zusammenhang: «Das Projekt bringt gemäss Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) keine Mehrproduktion, sondern erlaubt bloss eine zeitliche Verschiebung der Stromproduktion in den Winter.»

Hans-Peter Fricker, der Geschäftsführer von WWF Schweiz, betone, dass die Umweltorganisationen beim Ausbau von erneuerbaren Energien mithülfen, verlautet im weiteren. Fricker: «Wir sind keine Verhinderer. Nur gegen einen ganz kleinen Teil der Projekte gibt es von den Verbänden Einsprachen oder Beschwerden. Gemäss neuester Statistik des Bundesamtes für Umwelt betrafen von den im Jahr 2009 abgeschlossenen 75 Beschwerdefällen nur deren drei Vorhaben für erneuerbare Energie.» Der Moorschutz sei keine Schönwetterkür, sondern stehe seit der Rothenthurm-Abstimmung im Jahr 1987 als Volkswille in der Verfassung. «Zur Erkenntnis, dass über die Rechtmässigkeit der Staumauererhöhung die Gerichte entscheiden werden, ist die Begleitgruppe KWO plus bereits im Jahr 2009 gekommen. Wo hingegen Verhandlungsspielraum bestanden habe, seien einvernehmliche Lösungen erarbeitet worden.

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