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Sonntag 21. August 2011
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Seit einiger Zeit erscheinen merklich weniger Bilder und Eigenberichte in den Berner Oberland News. Die Mitarbeiterin der Beonews, Dora Schmid, muss sich nach der operativen Entfernung eines bösartigen Hirntumors und einer anschliessenden ersten ebenfalls gut verlaufenen sechswöchigen kombinierten Bestrahlungstherapie weiterhin einer Chemotherapie unterziehen. – Ein Medicaltalk-Auftritt der Patientin kann im Archiv des Regionalfernsehens von Telebärn aufgerufen werden.


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Wohin fliesst das Wasser des Plaine-Morte-Gletschers?

In den nächsten Wochen soll in der Region Crans-Montana–Lenk ein grosser Markierversuch im Schmelzwasser des Plaine-Morte-Gletschers durchgeführt werden. Zweck des Versuchs ist, für wasserknappe Zeiten Lösungen auszuarbeiten, wie das Wasser effizient genutzt und gerecht unter den verschiedenen Nutzern aufgeteilt werden kann.

pd/bns. Ein Forscherteam aus Bern, Fribourg, Lausanne und La-Chaux-de-Fonds will laut einer Medienmitteilung morgen Montag 22. August 2011 an drei Gletschermühlen fluoreszierende Markierungsstoffe ins Gletscher- und das darunterliegende Karstsystem einbringen: «Das über 30köpfige Team wird in den folgenden Tagen und Wochen an allen wichtigen Ausflussstellen im Wallis und auf der Berner Seite Wasserproben nehmen und nach dem ‹Tracer› suchen.» Im Herbst sollen bereits erste Resultate vorliegen.

Mit dem Plaine-Morte-Gletscher befindet sich nach Angaben der Gruppe für Hydrologie des Geographischen Instituts der Universität Bern in der Region Sierre–Crans-Montana ein grosser Wasserspeicher, der in Zukunft bei knapper werdendem Wasserdargebot stark an Bedeutung gewinnen werde: «Heute besitzt dieser Gletscher ein Volumen von rund 0,85 Kubikkilometer. Hochrechnungen zeigen, dass der Gletscher bis Ende des 21. Jahrhunderts nahezu vollständig geschmolzen sein wird. Bis dann wird also wertvolles zusätzliches Schmelzwasser zur Nutzung im Tourismus, in der Landwirtschaft oder für die Elektrizitätsproduktion abfliessen.»

Fliesst das Wasser ins Wallis oder in Berner Oberland?
In der Medienmitteilung wird die Frage aufgeworfen, wer von diesem Wasser profitiere und ob es eher den Einwohnern auf der Berner Seite an der Lenk oder eher jenen der Region Crans-Montana–Sierre auf der Walliser Seite zugutekomme. Da die hydrogeologischen Verhältnisse im Bereich des Plaine-Morte-Gletschers sehr komplex seien, brauche es zusätzliche Abklärungen. In den nächsten Tagen und Wochen soll deshalb ein Markierungsversuch durchgeführt werden: «Am 22. August werden an drei Gletschermühlen auf dem Plaine-Morte-Gletscher fluoreszierende, für den Menschen völlig unbedenkliche Markierstoffe eingegeben.» Danach beprobe das mehr als 30 Mitglieder zählende Forscherteam nach einem genauen Arbeitsplan die wichtigsten Quellen und Bäche auf der Walliser und Berner Seite. Ausflussort und Zeitpunkt sollen wichtige Daten liefern, wo und wie lange das Wasser durch den Gletscher und das darunterliegende Karstsystem geflossen ist: «Erste Ergebnisse der Tracerkampagne dürften im Herbst 2011 vorliegen.»

Forschung für nachhaltiges Wassermanagement
Der Markierungsversuch wird in der Medienmitteilung als ein wichtiges Standbein der gesamten Untersuchungen im Projekt «Montanaqua» des Schweizerischen Nationalfonds bezeichnet. Das Projekt soll im Frühjahr 2013 abgeschlossen sein: «Ein Forscherteam der Universitäten Bern, Fribourg und Lausanne analysiert seit dem Jahr 2010 die Wasserressourcen in der Region mit dem Ziel, Optionen für ein nachhaltiges Wassermanagement in der Region Sierre–Crans-Montana aufzuzeigen. Die Forscher arbeiten dabei eng mit den lokalen und regionalen Behörden zusammen.»

Allgemein gelte die Region als wasserkritisch, besonders auch wenn man in die Zukunft schaue, verlautet im weiteren: «Klimamodellrechnungen ergeben, dass bis 2050 die mittlere Jahrestemperatur zwischen einem halben und zwei Grad Celsius zunehmen und die Schneefallgrenze um 100 bis 400 Meter ansteigen wird.» Dies werde Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit und den Wasserverbrauch haben. Die bisherigen Resultate zeigten, dass die auftretenden Probleme durchaus zu bewältigen seien, wenn es gelinge das Wassermanagement entsprechend auszurichten: «Für wasserknappe Zeiten sind Lösungen auszuarbeiten, wie das Wasser effizient genutzt und gerecht unter den verschiedenen Nutzern aufgeteilt werden kann.»

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