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Dienstag 9. August 2011
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Wächst der Hof im Tal leidet die Alp

Ein Rückgang bei den gesömmerten Tieren dürfte längerfristig nicht nur wirtschaftliche Einbussen für die Alpbetriebe verursachen, sondern sich auch negativ auf die Offenhaltung der Landschaft auswirken.

pd/bns. Immer mehr Alpweiden werden laut einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) langsam zu Wald: «Jeder zweite Landwirtschaftsbetrieb im Tal möchte seine Fläche vergrössern und dann auf die Sömmerung des Viehs verzichten. Dadurch würden aber viele Alpen aufgegeben und aus Weide würde Wald.» Dies hätten drei Umfragen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft ergeben: «Der Bund könnte durch eine Anhebung der Sömmerungsbeiträge Gegensteuer geben.

Im Rahmen des Verbundprojektes «Alpfutur», das die Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft und die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon koordinieren, haben laut der Medienmitteilung Forscher die aktuelle Situation der Alpwirtschaft untersucht: «Sie befragten 686 Alpwirtschaftsbetriebe sowie 856 sömmernde und 314 nicht sömmernde Heimbetriebe. Ergebnis: die Alpwirtschaft ist in der Schweizer Landwirtschaft nach wie vor stark verankert. 48 Prozent aller tierhaltendenden Landwirtschaftsbetriebe beziehungsweise 41 Prozent aller Schweizer Betriebe sömmern Tiere.»

Aufgabe der Sömmerung für viele wahrscheinlich
Jeder zweite befragte Heimbetrieb halte es für wahrscheinlich, dass er seine Heimfutterfläche in den nächsten zehn Jahren vergrössern könne und er aus diesem Grund nicht mehr auf das Alpfutter angewiesen sein werde. Dann würden diese Betriebe auf die Sömmerung verzichten: «So hat die Anzahl der Alpbetriebe, die gerade noch über der unteren Auslastungsgrenze wirtschaftengenügend Tiere haben und so die vollen Beiträge Sömmerungsbeiträge erhalten, schon in den letzten Jahren zugenommen. Der Rückgang bei den gesömmerten Tieren dürfte längerfristig aber nicht nur wirtschaftliche Einbussen für die Alpbetriebe verursachen, sondern sich auch negativ auf die Offenhaltung der Landschaft auswirken.» Denn immer mehr Weiden würden langsam zu Wald.

Dieser Prozess sei bereits im Gang. Die Ergebnisse des dritten schweizerischen Landesforstinventares zeigten, dass die Waldfläche in den Alpen seit dem Jahr 1983 um 14,8 Prozent zugenommen habe: «Die grösste Waldzunahme fand in Höhenlagen über 1800 Meter über Meer statt, wo viele Alpweiden liegen.» Die Kosten der Sömmerung seien für die Heimbetriebe neben der Heimfutterfläche laut Befragung ein weiterer entscheidender Faktor, sich für oder gegen die Sömmerung zu entscheiden: «Gleichzeitig überrascht es nicht, dass Betriebe, die nie gesömmert haben, aus wirtschaftlichen Überlegungen auch in Zukunft kaum in die Sömmerung einsteigen wollen.»

Höhe der Sömmerungsbeiträge steuert Alpwirtschaft
Die Umfragen ergaben laut der Medienmitteilung im weiteren, dass die Sömmerungsbeiträge des Bundes für viele Betriebe essentiell seien. Zurzeit entscheide vor allem die Höhe dieser Beiträge darüber, ob Landwirtschaftsbetriebe weiterhin sömmern. Modellsimulationen von Forschern der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon zeigten, dass die Sömmerungsbeitragsverordnung an sich effektiv sei: «Eine Beitragserhöhung würde selbst dann zu einer besseren Auslastung der Alpen führen, wenn die Bewirtschaftung durch eine flächenmässige Ausdehnung aufwendiger würde.»

Empfehlungen
Die Forscher leiteten aus den Umfrageergebnissen Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Sömmerungsbeitragsverordnung ab, verlautet im weiteren: «So schlagen sie unter anderem vor, die Höhe der Sömmerungsbeiträge an die Entwicklung der gesamtschweizerischen Heimfutterfläche zu koppeln und Tierarten stärker zu fördern, die spezifisch extensive Weideflächen nutzen. Darüber hinaus schlagen sie eine Flexibilisierung der Bemessungsgrundlagen für die Sömmerungsbeiträge vor, damit einerseits dem Zuchtfortschritt mit steigenden Milchleistungen und anderseits den jährlichen Witterungsschwankungen begegnet werden kann.»

Tradition und gutes Alppersonal für die Bewirtschaftung wichtig
Aus den Umfragen seien auch andere Gründe ersichtlich, warum Betriebe die Sömmerung beibehalten möchten. So gebe es viele Landwirte, für die die Tradition der Sömmerung so wichtig sei, dass sie auch ohne Rendite auf die Alp gehen würden. «Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Verfügbarkeit von gutem Alppersonal, denn nur dieses garantiert einen professionellen Umgang mit Tieren und Weiden sowie qualitativ hochwertige Alpprodukte wie der beliebte Alpkäse. Die grosse Bedeutung des Alppersonals zeigt sich auch darin, dass die Alp am häufigsten wegen einer schlechten Betreuung der Tiere gewechselt wird. Ohne motiviertes und qualifiziertes Alppersonal wird die Alpwirtschaft also auch künftig nicht funktionieren.»

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