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Dienstag 6. Dezember 2011
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Verkehrsversuch in der Thuner Innenstadt

Ein Verkehrsversuch in der Thuner Innenstadt mit Mittelzone und freien Querungsmöglichkeiten für Fussgänger wird in einer Medienmitteilung als Erfolg bezeichnet. Der Verkehrsversuch «Mittelzone Innenstadt» ist auf ein Jahr begrenzt. Das weitere Vorgehen im Hinblick auf eine definitive Umgestaltung soll im Frühsommer 2012 festgelegt werden.

kkb/bns. Die Resultate des Verkehrsversuchs bestätigten den Eindruck vieler Auto- und Velofahrer, Fussgänger und Fahrgäste: «Es läuft für alle besser als zuvor, und dies ohne Abstriche bei der Verkehrssicherheit. Seit dem Versuchsbeginn vor einem Vierteljahr habe sich kein einziger Unfall ereignet. Sowohl Fussgänger als auch Motorfahrzeuge passierten die Marktgasse mit dem blauen Wellenmuster in der Strassenmitte rascher als früher, der Verkehr laufe flüssiger: «Dies bestätigen eine Wirkungsanalyse und eine Zwischenbilanz ein Vierteljahr nach dem Versuchsstart vom 22. August.» Der Versuch dauere ein Jahr. In der Thuner Marktgasse zwischen Guisanplatz und Sternenplatz seien zwei Fussgängerstreifen aufgehoben und auf einer Länge von 160 Meter im Mittelbereich blaue Wellenlinien aufgemalt worden. Am 16. September, also dreieinhalb Wochen nach Beginn des einjährigen Versuches, sei das Verkehrsgeschehen während 14 Stunden gefilmt und anschliessend ausgewertet worden: «Zusätzlich wurden während zwei Wochen Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.»

Weniger Wartezeiten für alle
Das Prinzip «Miteinander statt nacheinander» wirke sich deutlich auf die Durchfahrtszeiten der Fahrzeuge aus, verlautet im weiteren: «Heute braucht ein Fahrzeug im Durchschnitt 40 und maximal 69 Sekunden um vom Sternenplatz zum Guisankreisel zu fahren. Früher brauchte es dazu bei Anwesenheit des Verkehrsdienstes durchschnittlich 47 Sekunden, ohne Verkehrsregelung 55 Sekunden. Wer Pech hatte, benötigte für die 160 Meter lange Strecke sogar fast zwei Minuten.» Das bessere Durchkommen der Fahrzeuge gehe nicht zulasten der Fussgänger: «Im Durchschnitt betreten sie die Strasse bereits nach zwei Sekunden, fast gleich schnell wie bei den früheren Fussgängerstreifen. Länger als sechs Sekunden warte niemand. Zu Zeiten des Verkehrsdienstes habe die maximale Wartezeit 47 Sekunden betragen Die Durchfahrtszeiten der Autos könnten noch etwas zurückgehen, wenn die Fussgänger noch breiter verteilt, statt zu einem grossen Teil beim früheren Fussgängerstreifen beim Unteren Bälliz die Strasse queren würden.

Gegenseitige Rücksichtnahme
Die Videoaufnahmen zeigten anschaulich, wie rasch sich Fussgänger und Fahrzeugführer verständigten: «Da ein kurzes Handzeichen, dort ein Abwenden des Körpers, und schon ist klar, wer wem den Vortritt lässt.» Dabei seien es längst nicht nur Autofahrer, die Rücksicht nähmen. Auch viele Fussgänger liessen Fahrzeuge gezielt passieren und warteten Lücken ab. Besonders den Bussen der Verkehrsbetriebe Steffisburg–Thun–Interlaken werde regelmässig der Vortritt gewährt.

Mittelzone mit Ausnahmen respektiert
Auf dem Videomaterial sind laut der Medienmitteilung fast keine heiklen Situationen erkennbar: «Bei den wenigen beobachteten Missverständnissen erlaubten die tiefen Fahrgeschwindigkeiten immer ein rechtzeitiges Reagieren oder Anhalten. Zur Sicherheit trägt auch der Umstand bei, dass die Busse bei der Haltestelle Kyburg kaum überholt werden, denn Autofahrer wie Buschauffeure respektieren die Mittelzone als einen Schutzbereich der Fussgänger und befahren sie höchstens ganz kurz.» Dies gelte etwas weniger für die Velofahrer. Die Aufnahmen zeigten vereinzelte Velofahrer, die den Verkehr auf längeren Strecken über die Mittelzone überholen und für Fussgänger gefährlich werden könnten.

Auch für Senioren kein Problem – wenige Kinder
Bei der Auswertung der Aufnahmen sei speziell darauf geachtet worden, wie Senioren und gehbehinderte Personen die neue Verkehrssituation meisterten. Auch bei ihnen sei die anfängliche Unsicherheit einer forscheren Haltung gewichen. Die Aufnahmen zeigten zudem, dass sich im Versuchsperimeter praktisch keine jüngeren, unbegleiteten Kinder bewegten, wie dies bereits vor dem Verkehrsversuch der Fall gewesen sei, da das Untere Bälliz abseits der Schulwege liege: «Kleinere Schulkinder könnten mit der neuen Situation tatsächlich überfordert sein. Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, die Strasse mit geringfügig längeren Wegen über die verbleibenden benachbarten Fussgängerstreifen zu queren.»

Tiefe Fahrgeschwindigkeiten – wenig Ausreisser
Die Geschwindigkeitsmessungen zeigten, dass auf die anfangs diskutierte Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer in der Stunde verzichtet werden könne: «In beide Fahrtrichtung bewegen sich 85 Prozent der Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer in der Stunde oder langsamer.» Auch die Ausreisser seien kein Problem: Nur 112 von 190 000 gemessenen Fahrzeugen seien schneller als mit 50 Kilometer in der Stunde unterwegs gewesen. Nicht einmal jedes 5000. Fahrzeug habe die Marke von 55 Kilometer in der Stunde überschritten: «Sämtliche Fahrten mit über 55 Kilometer in der Stunde wurden zwischen 19 Uhr abends und 7.30 Uhr morgens erfasst, wenn wenig Fussgänger unterwegs sind, das Verkehrsaufkommen tief ist und die Lücken zwischen den Fahrzeugen entsprechend gross sind.»

Fortsetzung wahrscheinlich
Der Gemeinderat von Thun habe die Wirkungsanalyse mit grosser Befriedigung zur Kenntnis genommen. Nicht zuletzt entlaste der Verzicht auf den früher eingesetzten Verkehrsdienst die Stadtkasse: «Positiv gewürdigt hat auch die Begleitgruppe aus Fachleuten, Kantonspolizei, Verkehrsorganisationen und Geschäftsleuten in der Innenstadt die Ergebnisse.»

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