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Die Musicalmacher Charles Lewinski, Buch und Liedtexte (ganz links) und Markus Schönholzer, Musik (ganz rechts) vom Heimatland-Verlag übergeben in der Kirche Lützelflüh den Sängern Lukas Hobi als Felix und Sabine Schädler als Änneli die Noten. In der Mitte Produzent und Verwaltungsratspräsident der Heimatland Verlag AG, Andreas Stucki. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Prolog zum Musical «Gotthelf» der Thuner Seespiele

In der Kirche von Lützelflüh, unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf Wirkungs- und Grabstätte des Schriftstellers und Pfarrers Albert Bitzius (geboren am 4. Oktober 1797 in Murten, gestorben am 22. Oktober 1854 in Lützelflüh), ist den Thuner Seespielen das Text- und Notenmaterial als Prolog zum Musical «Gotthelf» (12. Juli bis 27. August 2011) übergeben worden.

Lukas Hobi singt als Felix mit Sabine Städler als Änneli in der Kirche Lützelflüh im Duett.

ds/pd. In einem symbolischen Akt in der Kirche Lützelflüh übergaben am Donnerstag 10. Februar 2011 Vertreter des Heimatland-Verlages, die bereits für das im Vorjahr zu 98 Prozent ausgebuchte Musical «Dällebach Kari» verantwortlich waren, ihr neustes Werk in einem symbolischen Akt an die Spielleitung der Thuner Seespiele. Mit dem Musical «Gotthelf» soll alles geboten werden, was ein erfolgreiches und publikumswirksames Musical ausmache: «Eine wunderschöne Liebesgeschichte, grosse Emotionen, dramatische Szenen, eingängige Musik mit Mundartexten und vor allem im Gegensatz zu Dällebach Kari mit einem Happyend.» Nach dem Grosserfolg mit dem Musical «Dällebach Kari» gelange somit eine weitere Eigenproduktion des Heimatland-Verlages zur Welturaufführung. Res Stucki, Mitbegründer der Thuner Seespiele und Produzent des Heimatland-Verlages, der sich auf die Realisation von Musicals mit universellen Kern und lokalem Ambiente spezialisiert habe, wisse dass nach «Dällebach Kari» die Latte hoch liege: «Unser Ziel ist es, diesen Erfolg zu überbieten.»

Die aus Bayern stammende Sängerin Stephanie Dietrich.

Das Musical «Gotthelf» sei dem Gotthelf-Klassiker «Die Käserei in der Vehfreude» entlehnt. Und das sei insbesondere die wunderschöne und anrührende Liebesgeschichte zwischen Ammans-Sohn Felix und dem einstigen Verdingkind Änneli: «Lukas Hobi, der sich erst in seinem Zweitstudium dem Musical zugewandt hat, verkörpert den stolzen und vielumschwärmten Ammans-Sohn Felix.» Für Hobi, der bereits bei «Dällebach Kari» auf der Thuner Seebühne stand und mit seiner Acapella-Formation «Bliss» erfolgreich auftritt, ist es nach Angaben der Veranstalter die erste Hauptrolle in einem grossen Musical: «Seine grosse Liebe findet Felix im ehemaligen Verdingkind Änneli, das durch Sabine Schädler interpretiert wird. Die aus Magden stammende Sabine Schädler ist in der Schweizer Musicalwelt bereits bekannt, hatte sie doch beim Musical Heidi (Teil 1 und 2) die Rolle von Heidi erfolgreich verkörpert.» An der Prolog-Veranstaltung in der Kirche Lützeflüh fiel eine weitere Darstellerin auf: Als so gar nicht emmentalerische Bauernsfrau Adéline interpretiert die aus Bayern stammende Stephanie Dietrich das köstliche Stück «J’ai chanté à l’opera», welches den Musical-Besuchern einen erfrischenden Ohrwurm kredenzen soll.

Mit dem Musical «Gotthelf» wollen die Thuner Seespiele in diesem Jahr nicht nur ein grosses Heimatmusical auf der Thuner Seebühne bringen, sondern auch ein gutes Stück Emmentaler Geschichte, Brauchtum, Seele und Geist inszenieren. So stünden auch die Gemeinden des Emmentals zu dem Musical und produzierten ihm zu Ehren einen eigenen «Vehfreudiger Emmentaler» und entsenden einen Glockenhimmel an den Thunersee. So stand denn nach der Prolog-Veranstaltung ein Besuch der Schaukäserei Affoltern im Emmental auf dem Programm.

Der «Vehfreudige Emmentaler» verdankt laut einer Medienmitteilung seinen Namen Gotthelfs Werk «Die Käserei in der Vehfreude» – nur, dass dieser Emmentaler nicht etwa verwässert wäre, wie derjenige in der Geschichte, sondern vielmehr ein echtes Qualitätsprodukt aus dem Emmental. Von den Gemeinden und Milchgenossenschaften entsendeten 80 Kuhglocken bildeten im grossen Saal der Schaukäserei einen imposanten Glockenhimmel: «Doch die Schaukäserei ist erst die erste Station der Kuhglocken auf ihrem Weg zur Thuner Seebühne. Vom 29. April bis 8. Mai 2011 schmücken sie die Blühende Halle an der BEA, wo das Emmental wie auch das Musical «Gotthelf « prominente Gäste sein werden.» In einem grossen Umzug sollen dann die Glocken am 2. Juli 2011 nach Thun gelangen, wo die Glocken an der Thuner Seebühne ihren Bestimmungsort finden um die Anwesenheit des Emmentals mit ihrer Schönheit und ihrem Klang zu repräsentieren.

Die Thuner Seespiele haben laut der Medienmitteilung die Emmentaler Gemeinden im letzten Dezember gebeten, Chöre und Gesangsgruppen zu melden, um im Sommer einen 1000köpfigen Emmentaler Chor zu bilden. Unterdessen seien von den Thuner Seespielen zwei Chorwerke arrangiert worden, welche den Chören noch im Februar zur Vorbereitung und Probe überreicht werden sollen. Bereits an der BEA, sollen dann einzelne Chöre in der Blühenden Halle auftreten. Der 1000köpfige Emmentaler Chor inszeniere dann am 2. Juli 2011 gemeinsam die beiden Chorwerke bei einem grossen Emmentaler Einzug in Thun.

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