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Thun: Spannungen im Alterszentrum Martinstrasse

Sowohl Kündigungen im Leitungsteam des Alterszentrums Martinstrasse als auch Spannungen zwischen dem Verwaltungsrat der Wohnen im Alter AG (WIA AG) und dem Personal beschäftigen den Thuner Gemeinderat. Für den Vorstand der SP Thun sind «mehr Menschlichkeit und weniger Profitgier» gefragt.

pd/bns. Da die Stadt Thun laut einer Medienmitteilung aus der Sitzung des Gemeinderates von heute Donnerstag keinen Einsitz im Verwaltungsrat hat und bei der WIA AG auch finanziell nicht engagiert ist, seien ihre Einflussmöglichkeiten gering. Der Gemeinderat sei besorgt und sich auch bewusst, dass eine schwierige, ungewisse Situation viele Senioren und auch deren Angehörige sehr betreffe und belaste: «Der Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Peter Siegenthaler, wird deshalb die bereits bestehenden Kontakte zur WIA AG weiterführen und den Gemeinderat auf dem laufenden halten. Die Stadtregierung hofft, dass sich die Situation möglichst bald beruhigt und langfristig tragbare Lösungen für alle Betroffenen gefunden werden.»

Der Vorstand der SP Thun zeigt sich seinerseits in einer gleichentags veröffentlichen Medienmitteilung nicht bereit, «den Eklat im Martinzentrum der Wohnen im Alter AG einfach nur zur Kenntnis zu nehmen». Im Gegenteil fordere der SP-Vorstand mehr Transparenz, eine Kompetenzverschiebung hin zu den einzelnen Institutionen und Kosteneinsparungen beim Verwaltungsapparat sowie Fachleute im Verwaltungsrat mit Erfahrung im Non-Profit-Bereich.

Der Vorstand der SP Thun richtet laut der Medienmitteilung an den Verwaltungsrat und die Geschäftsführung der Wohnen im Alter AG die folgenden Forderungen: Die Bedürfnisse der betagten und pflegeabhängigen Menschen müssen sofort ins Zentrum gestellt werden, die Entschädigungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung müssen offen gelegt und mit anderen Institutionen verglichen werden, die neue Geschäftsleitung muss zwingend über Erfahrung im Bereich der Non-Profit-Organisationen verfügen, die einzelnen Institutionen müssen wiederum mehr Kompetenzen erhalten und die Grösse des Verwaltungsapparats muss objektiv hinterfragt und wo nötig abgespeckt werden.

Einmal mehr zeigt sich nach Ansicht der SP Thun, «dass die Privatisierung von öffentlichen Diensten dazu führt, dass sich auf dem Buckel der Leistungsbezüger und der Angestellten die Taschen von Aktionären und Managern füllen». Der Thuner SP-Vorstand denke deshalb darüber nach, die Wiedereingliederung der Alters- und Pflegeheime in die Stadtverwaltung zu fordern: «Dies auch deshalb, weil mehr als die Hälfte aller Bewohner eines Altersheimes ihren Aufenthalt nur dank öffentlicher Gelder sprich Ergänzungsleistungen finanzieren kann. Zudem erwartet die SP Thun umgehend positive Änderungen bei der Wohnen im Alter AG.»

Alters- und Pflegeheime erfüllten den Zweck, betagten und pflegeabhängigen Menschen menschenwürdige letzte Jahre zu bieten, verlautet im weiteren: «Für die Angestellten solcher Institutionen ist die Arbeit eine grosse Belastung, müssen sie doch mit ansehen, wie Menschen trotz ihres grossen Einsatzes ihrem Ende entgegengehen.» Besonders gut entlöhnt werde diese Arbeit nicht, könne sich doch glücklich schätzen, wer mehr als 5000 Franken netto verdiene: «Entsprechend schwierig ist es, bestens qualifiziertes und erfahrenes Personal zu finden.» Um so wichtiger sei es, dass sich in den Alters- und Pflegeheimen sowohl die Betagten und Pflegebedürftigen als auch die Angestellten wohlfühlten.

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