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Strassenverkehr: Mehr Unfälle – weniger Tote

Die Zahl der bei Strassenverkehrsunfällen im Kanton Bern tödlich verletzten Personen ist im Jahr 2010 auf ein Rekordtief gesunken. Dies obwohl insgesamt mehr Unfälle verzeichnet worden sind.

pkb/bns. Die häufigste Unfallursache auf den Autobahnen und Autostrassen war laut einer Medienmitteilung ungenügender Abstand. Mit dem schweizweit erstmals eingesetzten Verkehrskontrollsystem 3.1 soll die Sicherheit im Strassenverkehr erhöht werden. Die Kantonspolizei Bern registrierte im Jahr 2010 auf dem Kantonsgebiet insgesamt 6572 Verkehrsunfälle. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent oder 295 Unfälle. Mit einem Anteil von 18,3 Prozent zählt die Altersgruppe der 18- bis 24jährigen nach wie vor zu den häufigsten Unfallverursachern. Mehr Unfälle im Vorjahresvergleich gab es sowohl auf den Autobahnen als auch im Ausserortsbereich. Die Zahl der registrierten Unfälle ausserorts stieg von 1279 auf 1433, jene auf Autobahnen von 815 auf 1015. Positiv entwickelte sich dagegen die Situation im Innerortsbereich. Die Zahl der Unfälle sank um 59 auf 4124.

Zahl der Toten und Schwerverletzten stark rückläufig
Trotz der Zunahme der Unfälle sank die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle auf ein Rekordtief. Starben 2009 noch insgesamt 53 Menschen auf Berner Strassen, waren es im vergangenen Jahr noch 37. Die Altersgruppe der 30- bis 34jährigen verursachte mit 22,6 Prozent die meisten Unfälle mit Todesfolge. 14 Getötete oder 37,8 Prozent waren nicht angegurtet oder trugen keinen Helm. Neun Personen starben bei Unfällen, die im Zusammenhang mit überhöhter Geschwindigkeit verursacht wurden, bei elf getöteten Personen war Alkohol mit eine Ursache. Insgesamt 27 der tödlichen Unfälle ereigneten sich im Ausserortsbereich ohne Autobahnen. Im Vorjahr waren es 31 gewesen. Ebenfalls stark gesunken ist die Zahl der Schwerverletzten, nämlich von 600 auf 526. Stagniert hat mit 3098 Personen die Zahl der Verletzten (Vorjahr 3081).

Weniger verunfallte Velofahrer
Die Zahl der tödlich verletzten Zweiradfahrer ist von 22 im Vorjahr auf zwölf zurück gegangen. Am grössten ist der Rückgang bei den Velofahrern, nämlich von neun auf vier Todesopfer. Keine Todesopfer waren bei Unfällen mit Motorrädern bis 125 Kubikzentimeter zu beklagen, im Vorjahr waren es vier gewesen. Bei den Motorrädern über 125 Kubikzentimeter sank die Zahl der tödlichen Unfälle von acht auf sieben. Eine Person starb bei einem Unfall mit einem Motorfahrrad. Bei 61,8 Prozent der Unfälle waren die beteiligten Motorradfahrer die Verursacher.

Anstieg bei verunfallten Fussgängern
Die Zahl der verunfallten Fussgänger stieg um 3,9 Prozent auf 268 an. Insgesamt wurden sieben Fussgänger bei Unfällen getötet, zwei mehr als im Vorjahr. Eine Abnahme wurde aber bei der Anzahl verunfallter Personen auf Fussgängerstreifen registriert; diese sank um 13 auf 113. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Getöteten um einen auf zwei. Die Zahl der verletzten Kinder stieg um 18 auf 227 an. Dabei wurde der Mittelwert der letzten fünf Jahre um sieben überschritten. Ein Kind wurde bei einem Unfall getötet, im Vorjahr waren es deren drei gewesen. Mit 31,6 Prozent war fast ein Drittel aller verunfallten Kinder mit dem Velo unterwegs. Weitere 30 Prozent fuhren in einem Personenwagen mit.

Ungenügender Abstand
Die häufigsten Unfallursachen waren «Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse» mit elf Prozent und «Zu nahes Aufschliessen» mit 9.6 Prozent. Dritthäufigste Unfallursache war Alkohol (6,8 Prozent). Im Jahr 2010 sank die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss aber von 636 auf 591. Dies entspricht einer Abnahmevon 7,1 Prozent. Auch die Zahl der Verletzten ist rückläufig. Weitere Unfallursachen sind «Missachten des Signals kein Vortritt» (6,0 Prozent), gefolgt von «Anderen Bedienungsfehlern» (5,2 Prozent). Auf den Autobahnen war ungenügender Abstand mit 22,2 Prozent erneut die häufigste Ursache.

Schweizweite Neuheit zur Erhöhung der Sicherheit im Einsatz
Ungenügender Abstand ist im Kanton Bern nach wie vor die häufigste Unfallursache auf den Autobahnen und Autostrassen. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit hat die Kantonspolizei Bern deshalb entschieden, als erstes Polizeikorps der Schweiz das Verkehrskontrollsystem 3.1 einzuführen. Das rund 350 000 Franken teure mobile Gerät wurde zuvor eingehend getestet. Das Verkehrskontrollsystem 3.1erlaubt eine einfache und schnelle Berechnung von Abständen sowie Geschwindigkeitskontrollen in einem Beobachtungsraum von 300 bis 500 Meter. Mit Videobildanalyse werden Verkehrsregelverletzungen festgestellt. Im Unterschied zu den bisherigen Abstandskontrollen kann mit dem neuen System ein definierter Strassenabschnitt über mehrere Stunden systematisch kontrolliert werden. Es steht bereits heute in Deutschland, in den Niederlanden und in Österreich erfolgreich im Einsatz.

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