Int. Dampfschiffregister

International Steamboat Register

Häsler Foto Video
Interlaken


Zentrum Artos – Ihr Ferien- und Seminarhotel
in Interlaken
Berner Oberland News – 16. Jahrgang
Mittwoch 5. Januar 2011
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Aktuelle Frontseite
In eigener Sache
Seit Mitte Oktober 2008 ist es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News gekommen. Der Grund: Die im Sommer 2006 transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.

Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 

Netz gegen Kinderporno

Seitenanfang

Der Regenwurm ist das Tier des Jahres 2011

Der Regenwurm ist von der Naturschutzorganisation Pro Natura zum Tier des Jahres 2011 gewählt worden , Als eine von rund 40 Regenwurmarten der Schweiz sorgt er für lebendige, fruchtbare Böden. Mit der Wahl macht Pro Natura auf die Bedrohung des Bodens als unsere Lebensgrundlage aufmerksam und plädiert für einen haushälterischen Umgang mit der begrenzten Ressourcen.

Der Tauwurm Lumbricus terrestris. (Bild zvg)

pd/bns, Das Tier des Jahres 2011, der Regenwurm, genauer der Tauwurm (Lumbricus terrestris), pflegt laut einer Medienmitteilung eines unserer kostbarsten Güter, den Boden: «Doch die Wirkungsstätte des Regenwurms geht rasant verloren. Pro Sekunde verschwindet in der Schweiz fast ein Quadratmeter Boden unter Neubausiedlungen, Strassen, Parkplätzen oder Industriebauten. Der Boden ist Grundlage für das Wachstum von Wild- und Nutzpflanzen. Mit der Versiegelung des Bodens verlieren nicht nur Regenwürmer sowie unzählige andere Bodenlebewesen ihre Nahrungs- und Lebensgrundlagen, sondern auch der Mensch.» Pro Natura setze mit der Wahl des Regenwurms zum Tier des Jahres 2011 ein Zeichen für die haushälterische Nutzung der endlichen Ressource Boden und den Erhalt intakter Landschaften.

Der König der Regenwürmer
In der Schweiz sind laut Pro Natura rund 40 Regenwurmarten bekannt: «Manche leben in der Streuschicht an der Bodenoberfläche, andere im Wurzelbereich, wieder andere graben sich bis tief in den Unterboden hinab. Die bekannteste Art ist der stattliche Lumbricus terrestris. In der Dämmerung und nachts zieht er Blätter und totes organisches Material von der Bodenoberfläche in seine bis zu drei Meter tiefen Wohnröhren. Beim Anlegen seiner Gangsysteme leistet der unscheinbare Untergrundaktivist Schwerarbeit: Er stemmt bis zum 60fachen seines Körpergewichtes.»

Baumeister fruchtbarer Böden
In intaktem Grünland sollen bis vier Millionen Regenwürmer pro Hektare leben: «Sie legen Gänge mit einer Gesamtlänge von bis zu 900 Meter pro Kubikmeter an.» Diese Röhrensysteme bewirkten, dass Regenwasser rasch versickere und der Boden gut durchlüftet werde. Vor allem aber produzierten Regenwürmer bis zu 100 Tonnen wertvollen Humus pro Hektar und Jahr. In ihrem Darm vermischten sie organisches Material mit feinen Mineralteilchen und Mikroorganismen: «Das Resultat ist exzellenter natürlicher Pflanzendünger.»

Verkanntes Rückgrat lebendiger Ökosysteme
«Regenwürmer verbessern nicht nur den Nährstoffgehalt und die Struktur des Bodens, sondern sind auch für zahlreiche Tierarten eine wichtige Proteinquelle», verlautet im weiteren. Vögel, Maulwurf, Igel und Frösche seien nur einige seiner Fressfeinde. «Durch seine gewaltigen Leistungen bis über den Tod hinaus bildet das Tier des Jahres 2011 quasi das Rückgrat intakter Ökosysteme.»

In gesunden Böden steckt der Wurm drin
Weltweit sind nach Angaben von Pro Natura heute über 3000 Regenwurmarten bekannt. In der Schweiz kämen rund 40 verschiedene Arten vor. Der bekannteste darunter, der Regenwurm schlechthin, sei der Lumbricus terrestris, das Tier des Jahres 2011. Er lebe in Wald-, Wiesen- und Ackerböden und grabe mehrere Meter tiefe, nahezu senkrechte Wohnröhren. Der Lumbricus terrestris sei beachtliche 12 bis 30 Zentimeter lang: «Seine vordere Körperpartie ist zum Schutz vor Ultraviolettstrahlen rotbraun gefärbt. Alle Regenwürmer sind Zwitter, haben also sowohl Hoden als auch Eierstöcke. Geschlechtsreife Regenwürmer unterscheiden sich von Jungtieren durch den sogenannten Gürtel, eine Hautverdickung im vorderen Drittel des Körpers. Regenwürmer kommen in der ganzen Schweiz vor.»

Mensch und Maschinen als Feinde
Neben zahlreichen Fressfeinden sei der Mensch die grösste Gefahr für den stillen Schaffer im Erdreich, heisst es in der Medienmitteilung: «Übermässiges Düngen, Pflügen oder Fräsen des Bodens verkleinert den Wurmbestand. Schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichten den Boden. Am krassesten bedroht die zunehmende Überbauung von Kulturland den Regenwurm. Unter Asphalt und Häusern gibt es für das Tier des Jahres 2011 kein Überleben.»

Berner Oberland News
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung
Aktuelle Frontseite
Seitenanfang
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Obdorfstrasse 279 A, 3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41(0)33 821 10 60 / Mobiles +41(0)79 427 45 78 und Dora Schmid +41(0)79 645 27 11 / Postcheckkonto 40-71882-7
Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

 
'