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Dienstag 4. Januar 2011
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Geschützte Werkstätten sind keine niederschwelligen Bastelstuben

Mit 37 330 Beschäftigungstagen publiziert das sozial tätige Zentrum Seeburg mit Sitz in Iseltwald seine Leistungsbilanz bei den geschützten Arbeitsplätzen im vergangenen Jahr 2010. Umgerechnet ergibt die Anzahl Beschäftigungstage rund 144 Jahresstellen.

pd/bns. Die Institution führt laut einer Medienmitteilung im Raum Oberland-Ost an acht Standorten in Iseltwald, Interlaken und Wilderswil Wohnheime und Betriebe mit integrierter Beschäftigung oder geschützten Arbeitsplätzen für extern wohnende Personen: «Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist es, Chancen und Lebensräume für Menschen mit psychischen Handicaps, Entwicklungsdefiziten und besonderen Betreuungsbedürfnissen zu bieten.» Im praktischen Berufsalltag begleitet würden diese Personen unterschiedlichen Alters in produktiven Abteilungen oder Dienstleistungszweigen von Personal mit Fachausbildungen und arbeitsagogischen Zusatzqualifikationen. Personalseitig habe die Institution im Wohn- und Beschäftigungsbereich eine Kapazität von rund hundert Personen.

Roland Eichenberger, der zusammen mit seiner Frau Ruth seit 25 Jahren die Institution leitet: «Die grössten Herausforderungen im Beschäftigungsbereich sind die Bereitstellung der professionellen Infrastruktur sowie die Auftragsbeschaffung. Denn früher haftete geschützten Werkstätten das Image an, niederschwellige Bastelstuben zu sein, die bestenfalls mal einige Holzspielsachen oder Kerzen auf den Markt brachten. Im Zeichen klarer Vorgaben der IV, Menschen mit Handicap professionell zu beschäftigen, auszubilden oder ihre Fähigkeiten abzuklären, um sie nach Möglichkeit wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, haben sich die Ansprüche bezüglich Wirtschaftsnähe für ehemalige ‹Behindertenwerkstätten› grundlegend verändert. Verlangt ist ein entsprechendes Umfeld und hohe Professionalität.»

Die Produktions- und Dienstleistungsbereiche der Institution Zentrum Seeburg umfassten unter anderem eine Schreinerei, Gartenunterhalt und Anlagenbau, das Bödeli-Brocki mit Hausräumungen, das Jungfrau-Hotel, Gastronomie und Catering, Büroservice, eine Informatikabteilung, Ateliers, Verpackerei, Hauswirtschaft, Haustechnik und Liegenschaftsunterhalt, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Damit bietet die Institution ein breites Spektrum an Arbeitsangeboten für erwerbsbeeinträchtigte Menschen.» Eichenberger zeigt sich generell überzeugt, dass der zweite Arbeitsmarkt sozialpolitisch unterschätzt und immer noch zu wenig beachtet werde: «Denn Menschen ohne Tagesstruktur in Form von Arbeitsstellen gehen in wichtigen Lebensbereichen leer aus. So bei der Einbindung in soziale Leistungs- und Erfolgsprozesse, ein fehlender Lebensrhythmus kann psychisch und somatisch zermürben. Die gesellschaftlichen Folgekosten erreichen verdeckt immense Dimensionen. Ich bin überzeugt, dass sich in unserem Land die Menge an niederschwelliger Lohnarbeit in der primären Wirtschaft weiter dramatisch verkleinern wird. Leistungsbeeinträchtigte Menschen werden bezüglich Erwerbsmöglichkeiten noch mehr an Terrain verlieren. Hier tut sich den politischen Verantwortungsträgern ein breites Aktionsfeld auf. Denn Arbeit – auch ohne direktes Entgeld – generiert in unserer Gesellschaft im Sinne der Schadensminderung einen hohen volkswirtschaftlichen und sozialpolitischen Nutzen. Es zwingt sich immer klarer die Notwendigkeit auf, dass Sozialfirmen und damit der zweite Arbeitsmarkt – mit der nötigen politischen Unterstützung – weiter wachsen müssen.»

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