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Interlaken: Whiskybrennerei in Betrieb genommen

Gut einen Monat nach der Präsentation einer eigenen Brennereianlage für Schweizer Whisky hat die Rugenbräu AG in Interlaken am Mittwoch 26. Januar 2011 die neue Anlage offiziell in Betrieb genommen.

Philipp Adler (links) wird vom Rugenbräuchef Bruno Hofweber (rechts) zum «Rugen Master Distiller» ernannt. (Bild Dora Schmid-Zürcher)

ds. Rugenbräuchef Bruno Hofweber gab bei der Inbetriebnahme der Brennanlage an einem Medientag am Mittwoch 26. Januar 2011 einen kurzen Einblick zu den Gründen weshalb in Interlaken die Destillerie überhaupt habe in Betrieb genommen werden können. Der Ursprung liege bei der Revision der Alkoholgesetzgebung per 1. Juli 1999. Die Revision habe dem Liberalisierungsdruck der Welthandelsorganisation nachgegeben, das heisst es sei ein Einheitssteuersatz für in- und ausländische Spirituosen eingeführt worden: «Erst ab diesem Zeitpunkt durfte in der Schweiz unter anderem auch Bierbrand und Whisky hergestellt werden.» Im Vergleich zu den Nachbarländern seien aber sehr unterschiedliche Steuersätze für Spirituosen festzustellen: In der Schweiz betrage dieser pro Liter 29 Franken, in Deutschland umgerechnet 19.70, in Frankreich 22.85, in Italien 12.10 und in Österreich 15.10 Franken.

Philipp Adler und der Brenner Daniel Zürcher (rechts) aus Port bei Biel versuchen den gebrannten Whisky.

Bereits am 30. Juni 1999 waren nach Angaben von Bruno Hofweber bereits der erste in Port bei Biel destillierte Bierbrand präsentiert und ein Jahr später der erste Whisky hergestellt worden. Dieser Whisky sei im Jahr 2003 vom Whiskykenner und -rezensenten Jim Murray mit 94 Punkten benotet worden: «Dank diesem Erfolg wurde ab dem Jahr 2004 regelmässig Whisky in kleinen Mengen hergestellt und im Jahr 2008 der Rugenbräu-Whiskykeller eingeweiht.» Die Herstellung von Whisky erfolgt nach Angaben der Rugenbräu in verschiedenen aufeinander abgestimmten Schritten. Sie beginne mit der Umwandlung von unlöslicher Gerstenstärke in Malzstärke (Mälzen). Dann werde diese gemahlen und im Maischbottich mit Warmwasser zu gärfähigem Zucker umgewandelt (Maischen). Anschliessend werde Hefe zugegeben und der Walzzucker in Alkohol umgewandelt (Gären): «Die Masse wird nun in kupfernen Brennblasen erhitzt (Destillation) und dann wird das edle Destillat in Eichenholzfässern gelagert (Reifung) und später – oft erst nach Jahren – unter Zugabe von Quellwasser in Flaschen abgefüllt.»

Mit den Wünschen «Allzeit genug Dampf, viel Erfolg und Genugtuung» ernannte Bruno Hofweber, CEO und Delegierter des Verwaltungsrates, den pensionierten technischer Leiter und Braumeister Philipp Adler, zum «Rugen Master Distiller». Adler widme sich nun seiner neuen Passion der Whisky- und Bierbrandherstellung.

Der Brenner Daniel Zürcher aus Port bei Biel destillierte am Mittwochnachmittag einen «Swiss Highland Single Malt Whisky». Dieser Whisky soll nun in Originalfässern aus amerikanischer Weisseiche abgefüllt und im Rugen-Felsenkeller aus dem Jahr 1875 gelagert werden: «Nach der Reifung wird der Whisky mit Gebirgsquellwasser vermischt und auf die Trinkstärke von 46 Prozent Alkoholgehalt reduziert.»

In nur zweimonatiger Bauzeit war über dem Sudhaus der Rugenbräu AG in Interlaken mit Investitionen von rund 600 000 Franken  – siehe auch Brennerei für Schweizer Whisky eröffnet vom Donnerstag 16. Dezember 2010 – die Destillerie für Schweizer Whisky eröffnet worden.

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