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Montag 4. Juli 2011
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Hasliberg und Meiringen wollen kein Asylzentrum

Die Gemeinderäte von Hasliberg und Meiringen haben gemeinsam beschlossen sich gegen ein Asylzentrum auf dem «Tschorren», wo nach Angaben des Bundes rund 190 Personen untergebracht werden sollen, zur Wehr zu setzen. Weiter halten die Gemeinden an der Forderung fest, dass das «Sachabgabezentrum» Casa Alpina für abgewiesene Asylbewerber auf dem Brünigpass geschlossen wird.

pd/bns. Die Gemeinden Hasliberg und Meiringen seien am 22. Juni 2011 vom Kanton Bern darüber informiert worden, dass vorübergehend ein Asylzentrum eingerichtet werden soll, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Die Gemeinden Hasliberg und Meiringen sind enttäuscht und haben kein Verständnis, dass sie bei der Standortwahl vorgängig nicht mit einbezogen und vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.» Im Januar 2011 hätten Meiringen und Hasliberg Regierungsrat Hans-Jürg Käser bereits zu einer Aussprache in Sachen Sachabgabezentrum Casa Alpina am Brünigpass eingeladen. Käser habe ein Gespräch vor Ort verweigerte: «Er fand es nicht notwendig, sich die Situation vor Ort anzuschauen, um mit den Betroffenen die schwerwiegenden Probleme anzugehen. Die Schliessung des bestehenden Sachabgabezentrums ist von den beiden Gemeinden schon seit längerer Zeit gefordert. Die vorgesehene Anzahl an Flüchtlingen für den Standort ‹Tschorren› wird als deutlich zu hoch beurteilt. Weiter gibt es auch zu bedenken, dass es sich um zwei verschiedene Personengruppen handelt. Zum einen die 50 Bewohner aus dem Casa Alpina, welche rechtskräftig weggewiesene, ehemalige Asylsuchende sind. Zum anderen 140 nordafrikanische Migranten. Dies wird zwangsläufig zu Konflikten führen. Die Kriminalität hat in unserer Region spürbar zugenommen und ist auch durch die Kriminalstatistik belegt.» Bereits heute seien die Ressourcen der Kantonspolizei begrenzt. Die Situation auf dem Brünigpass sei nach wie vor sehr kritisch und schon mehrmals eskaliert (Drogenhandel, Diebstahl, Belästigungen): «Wie sollen die Probleme erst bei 190 Asylbewerbern gelöst werden?» Der Kanton Bern habe die Lage nicht im Griff.

Ein einzigartiger Aussichtspunkt für Touristen
Der «Tschorren» befindet sich laut der Medienmitteilung mitten im Tourismusgebiet Haslital. Es sei ein wunderschöner Aussichtspunkt; ein Ort der Stille und Geborgenheit. Wander- und Bikewege führten mitten durch das geplante Areal: «Das Truppenlager ist jährlich durchschnittlich während drei Monaten durch private Gruppen wie Sportvereine oder Pfadfinder belegt, was eindeutig zeigt, dass diese Unterkunft in der Region eine hohe Wertschätzung aufweist. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region Haslital. Auch die Luftwaffe ist auf das Truppenlager Tschorren angewiesen. Das Flugplatzkommando Meiringen hat sich bereits im Frühling in einem Schreiben vom 18. April 2011 an die Gemeinden Meiringen und Hasliberg vehement gegen eine Beherbergung von Flüchtlingen gewehrt. Der Tschorren liegt auf 1300 Meter über Meer und unterliegt einer Wintersperre. Es wird somit keine Schneeräumung bewerkstelligt.»

Negative Auswirkungen
Die Benützung des «Tschorrens» als Flüchtlingslager habe nicht nur negative Auswirkungen auf den Tourismus sondern auch auf die zahlreichen Unternehmen in der Region, verlautet im weiteren. In der Bevölkerung herrsche bereits heute grosse Angst und Unsicherheit: «Die Gemeinden Hasliberg und Meiringen sowie die gesamte Region mussten bis heute schon diverse unangenehme strategische Entscheide von Kanton und Bund hinnehmen. Als Beispiele können die Auflösung des Spitals Meiringen, der Weggang sämtlicher kantonaler Ämter mit entsprechendem Arbeitsplatzverlust oder die Fluglärmimmissionen des Militärflugplatzes Unterbach genannt werden, welche zu Attraktivitätsverlust der Region geführt haben. Weiter sind unterschiedliche Projekte bei kantonalen Ämtern blockiert, welche für die nachhaltige Weiterentwicklung der Region unbedingt notwendig wären.»

«Fehlaussage»
Der Gemeinderat Meiringen habe sich nicht für den Standort Tschorren stark gemacht und diesen insbesondere auch nicht dem Kanton empfohlen, wie dies Regierungsrat Hans-Jürg Käser habe verlauten lassen. Von einer Win-Win-Situation könne keine Rede sein: «Was berechtigt Regierungsrat Hans-Jürg Käser eigenmächtig und ohne Absprache mit den betroffenen Gemeinden über den Standort ‹Tschorren› zu entscheiden?» Die Gemeinden Hasliberg und Meiringen stellten sich gemeinsam gegen den Standort Tschorren und forderten weiterhin die Schliessung des «Sachabgabezentrums» Casa Alpina auf dem Brünig. Die Gründe dafür seien eindeutig.

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