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Berner Oberland News – 16. Jahrgang
Dienstag 5. Juli 2011
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Seit einiger Zeit erscheinen merklich weniger Bilder und Eigenberichte in den Berner Oberland News. Als ob die Lungentransplantation von Herausgeber Peter Schmid nicht genug wäre: Seine Ehefrau und Mitarbeiterin Dora Schmid musste sich der operativen Entfernung eines bösartigen Hirntumors und anschliessend einer ersten ebenfalls gut verlaufenen sechswöchigen kombinierten Bestrahlungs- und Chemotherapie unterziehen. Ein Medicaltalk-Auftritt der Patientin kann im Archiv des Regionalfernsehens von Telebärn aufgerufen werden.

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Das Erschliessungskonzept mit der rot eingetragenen neuen Zehnergondelbahn. (Fotomontage zvg)

Zehnergondelbahn mit einer Verzweigung

Zur künftigen Erschliessung von Männlichen und der Kleinen Scheidegg hat die Jungfraubahnengruppe ein Konzept für ein 80-Millionen-Franken-Projekt erarbeitet. Sie möchte gemeinsam mit der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen AG (GGM) eine Zehnergondelbahn in Form eines Ypsilons bauen. Die bestehende Gondelbahn zwischen Grindelwald-Grund und Männlichen soll ersetzt werden.

Medienorientierung am Dienstagvormittag in Interlaken. (Bild Dora Schmid-Zürcher)

pd/ds. Ziel ist es laut einer Medienmitteilung, die neue Zehnergondelbahn in der Wintersaison 2015/2016 in Betrieb zu nehmen. Die neue Zehnergondelbahn soll ihre Passagiere dank einer Verzweigung sowohl auf den Männlichen als auch auf die Kleine Scheidegg befördern können. Dabei sollen die Gäste bereits an der Talstation in Grindelwald-Grundentscheiden, wohin sie fahren. Es sei vorgesehen, im Bereich Rothenegg eine zusätzliche Haltestelle der Berner Oberland-Bahn zu bauen. Diese soll den Reisenden ermöglichen, von der Berner Oberland-Bahn direkt auf die Zehnergondelbahn umzusteigen: «Auf einem Rollband werden sie zwischen der neuen Haltestelle und der Talstation der Gondelbahn hin- und herbefördert. Die Jungfraubahn-Gruppe geht davon aus, dass der Bau der Gondelbahn und der Haltestelle insgesamt rund 80 Millionen Franken kosten wird.» Das Projekt gehe aus einer Studie des Skigebietsplaners Ecosign hervor, die von den Gemeinden Grindelwald, Lauterbrunnen und den Bergbahnunternehmen der Jungfrauregion in Auftrag gegeben wurde.

Die Studie besage unter anderem, dass es zu lange dauere, bis das Skigebiet Männlichen-Kleine Scheidegg gefüllt werden könne. Und sie zeige auf, dass die Region die Zugänge zum Skigebiet bequemer gestalten müsse, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Nun soll die Kapazität erhöht werden, die neue Gondelbahn werde 3600 Personen in der Stunde befördern können. «Zudem wird die Reisezeit mit dem öffentlichen Verkehr zwischen Interlaken und der Kleinen Scheidegg beziehungsweise Männlichen um eine halbe Stunde verkürzt. So werden die Bergstationen ab Bern in zwei Stunden, ab Zürich in drei Stunden erreichbar sein.» In der Nähe der Talstation der künftigen Gondelbahn plane zudem ein Investor, ein Resort zu realisieren. Vorgesehen sei, dass rund 500 bewirtschaftete Betten geschaffen würden: «Damit soll ein weiteres Problem der Jungfrauregion, der zunehmende Mangel an warmen Betten, angegangen werden.

Die Jungfraubahnengruppe besitzt laut der Medienmitteilung 28 Prozent des Aktienkapitals der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen AG: «Sie hat nicht die Absicht, eine Fusion der beiden Unternehmungen anzustreben. Die GGM wurde eingeladen, das Projekt gemeinsam zu prüfen.» Am 16. August 2011 soll eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Grundeigentümer und die Einwohner von Grindelwald durchgeführt werden.

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