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Sonntag 19. Juni 2011
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Seit einiger Zeit erscheinen merklich weniger Bilder und Eigenberichte in den Berner Oberland News. Als ob die Lungentransplantation von Herausgeber Peter Schmid nicht genug wäre: Seine Ehefrau und Mitarbeiterin Dora Schmid musste sich der operativen Entfernung eines bösartigen Hirntumors und anschliessend einer ersten ebenfalls gut verlaufenen sechswöchigen kombinierten Bestrahlungs- und Chemotherapie unterziehen. Ein Medicaltalk-Auftritt der Patientin kann im Archiv des Regionalfernsehens von Telebärn aufgerufen werden.

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Giftige Kreuzkräuter in Wiesen und Weiden

Kreuzkräuter breiten sich seit zehn Jahren vermehrt im Schweizer Grasland aus. Sie können zu schweren Vergiftungen bei Nutztieren führen und müssen deshalb eingedämmt werden. Doch sind die Pflanzen erst einmal auf einer Wiese angekommen, wird man sie nur schwer wieder los.

pd/bns. Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon hat laut einer Medienmitteilung in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaues untersucht, welche Bekämpfungsmassnahmen am wirkungsvollsten sind. Die gelbblühenden Kreuzkräuter auf Wiesen und an Strassen- und Eisenbahnböschungen seien zwar hübsch anzusehen, aber giftig: «Sie führen hauptsächlich bei Kühen und Pferden zu Verdauungsbeschwerden und starken Leberschäden, die tödlich enden können.» Zwar würden Kreuzkräuter beim Weiden von den Tieren grösstenteils gemieden, jedoch in Dürrfutter und Silage gefressen: «Vor allem das Jakobs- und das Wasserkreuzkraut stellen ein Problem dar, da sie sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet haben.»

Rechtzeitig vorbeugen
Wichtig sei es, zu handeln, sobald die ersten Pflanzen auf einer Wiese oder Weide auftauchten, um eine grossflächige Ausbreitung zu verhindern, verlautet im weiteren. Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon habe in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaues untersucht, welche Regulierungsmassnahmen am wirksamsten sind: «Beim Jakobskreuzkraut lässt sich durch rechtzeitiges Mähen zweimal pro Jahr die Samenbildung und damit die Ausbreitung verhindern. Beim Wasserkreuzkraut ist Mähen jedoch wirkungslos, weil es bereits zwei bis drei Wochen danach wieder blüht. Erfolgreich ist hingegen das Ausstechen oder Ausreissen der Pflanzen, oder - als letzte Massnahme - die Behandlung mit einem Herbizid.»

Zeitbombe im Boden
Um eine dauerhafte Kontrolle zu erreichen, müsse die Behandlung über mehrere Jahre konsequent wiederholt werden, heisst es in der Medienmitteilung: «Wird dies versäumt, können in den Folgejahren immer wieder neue Pflanzen aufwachsen, Samen bilden und sich ausbreiten. Grund dafür ist, dass Kreuzkräuter im Boden eine grosse Samenbank aufbauen können. Eine Pflanze des Wasserkreuzkrauts bildet pro Jahr mehrere hundert Samen, das Jakobskreuzkraut gar mehrere tausend. In der Erde bleiben die Samen auch noch nach zehn Jahren keimfähig.» Jakobs- und Wasserkreuzkraut keimten bevorzugt dort, wo Lücken in der Grasnarbe auftreten, zum Beispiel durch Tritt- und Maschinenschäden oder Bewirtschaftungsfehler. Beide Arten seien einheimisch: «Weshalb sie sich erst während der vergangenen zehn Jahre derart stark ausgebreitet haben, ist bislang noch ungeklärt. Eine Rolle spielen könnten der Ausbau des Autobahnnetzes, der zunehmende Handel mit Heu und Stroh oder veränderte Bewirtschaftungssysteme, zum Beispiel die Extensivierung von Weiden. Dennoch treten die Pflanzen auf ökologischen Ausgleichsflächen nicht häufiger auf als im übrigen Grasland.»

Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaues stelle Informationsmaterial zur Verfügung, um bei Erkennung und Regulierung von Kreuzkräutern zu helfen. Das Merkblatt «Giftige Kreuzkräuter in Wiesen und Weiden» und die Beilage zur «Regulierung von Kreuzkräutern im Grasland» können unter www.agff.ch bezogen werden.

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