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Alpengarten Schynige Platte: Ungewöhnlich frühe Schneeschmelze

Mit der Eröffnung der Schynige-Platte-Bahn beginnt am Samstag 28. Mai im botanischen Alpengarten Schynige Platte die Besuchersaison. Nach einer ungewöhnlich frühen Schneeschmelze stehen im Alpengarten zu Saisonbeginn schon viele der insgesamt 600 Pflanzenarten in Blüte.

Mit den Alpenanemonen geht der Bergfrühling schon im Mai seinem Höhepunkt entgegen. (Bild zvg)

pd/bns. Mit den grossen, strahlend weissen Frühlingsanemonen, den gelben Schwefelanemonen und den blauen Becher- und Frühlings-Enzianen erreicht laut einer Medienmitteilung der üppige Flor des Bergfrühlings im Alpengarten Schynige Platte jeweils seinen Höhepunkt. In den letzten Jahren war es meist gegen Ende Juni so weit. Diesen Frühling erwarten Anemonen, Enziane und Dutzende weitere blühende Arten die Besucher des Alpengartens schon bei der Eröffnung der Schynige-Platte-Bahn. Weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben in den letzten Wochen bereits Krokusse und Soldanellen geblüht. Die zierlichen Blumen folgen dem schmelzenden Schnee auf dem Fuss und locken Hummeln und andere Bestäuber an, so lange ihnen das Gras und die üppigeren Konkurrenten noch nicht über die Blütenköpfe gewachsen sind.

Mai auf den Felsen
Andere Frühblüher wie etwa der Gegenblättrige Steinbrech oder die Goldprimel wirken jedoch noch so frisch wie in anderen Jahren um diese Zeit. So lange der Klimawandel noch nicht dazu führt, dass ihnen grössere Pflanzen auf ihre kargen, felsigen Standorte «nachsteigen», brauchen sie noch keine Konkurrenz zu fürchten und können sich mit der Blüte Zeit lassen. Diese Pflanzen, die ausserhalb des Alpengartens vor allem auf den höchsten Berggipfeln wachsen, haben eher das Problem, dass so früh im Jahr im Gebirge noch vergleichsweise wenig Bestäuber unterwegs sind. Deshalb wird nur ein Teil der Blüten befruchtet, so dass relativ wenig Nachkommen entstehen. Der geringe Fortpflanzungserfolg könnte theoretisch zur Folge haben, dass das Erbgut immer einseitiger wird und die Art unter Inzucht zu leiden beginnt. Dem beugen aber viele Frühblüher vor, indem sie Selbstbefruchtung weitgehend verhindern und mit Fremdbefruchtung für immer neue, vielfältig Erbgutkombinationen sorgen.

Spezielle Blüten
Der gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) hat diese Aufgabe gelöst, indem zuerst der weibliche Teil der Blüte, die Narbe, reif wird und Pollen von anderen Blüten empfangen kann. Erst danach gehen auch die eigenen Staubblätter auf und geben Pollen ab. Einen anderen Weg hat die Entwicklung der Goldprimel (Androsace vitaliana) genommen: Sie bringt zwei unterschiedliche Blütentypen hervor. Beim einen Typ sind die Griffel mit der weiblichen Narbe lang, und die männlichen Staubblätter mit dem Pollen stehen tief, der andere hat kurze Griffel und hoch stehende Staubblätter. Die Pollen und die Oberfläche der Narben sind so beschaffen, dass die Befruchtung nur funktioniert, wenn die Blüten übers Kreuz bestäubt werden, also zwischen kurz- und langgriffligen Blüten.

Dieses Merkmal teilt die Goldprimel mit der Aurikel, den Schlüsselblumen und vielen anderen Primelgewächsen – obwohl die Goldprimel selber, anders als ihr deutscher Name vermuten lässt, nicht zur Gattung der Primeln, sondern zu den Mannsschilden (Androsaceae) gehört. Unbeschwert von solchen systematischen Fragen stehen die Goldprimeln im Alpengarten gegenwärtig in voller Blüte – ebenso wie verschiedene andere Mannschilde und auch die Aurikel. – Weitere Informationen unter www.alpengarten.ch / Anfahrt per Bahn (Interlaken Ost-) Wilderswil-Schynige Platte, Fahrzeit ab Wilderswil: 50 Minuten www.jungfraubahn.ch

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