Int. Dampfschiffregister

International Steamboat Register

Häsler Foto Video
Interlaken


Zentrum Artos – Ihr Ferien- und Seminarhotel
in Interlaken
Berner Oberland News – 16. Jahrgang
Sonntag 8. Mai 2011
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Aktuelle Frontseite
Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 

Netz gegen Kinderporno

Seitenanfang

Verlust an Biodiversität: Sag mir wo die Blumen sind

Der Verlust an Biodiversität in der Schweiz ist ein schleichender Prozess, der von der Bevölkerung kaum wahrgenommen wird. Ein Fotovergleich von Pro Natura macht den Biodiversitätsverlust am Beispiel der Blumenwiesen sichtbar: Wo sich früher bunte Blütenteppiche ausbreiteten, herrscht heute ödes Einerlei.

pd/bns. Der gravierende Biodiversitätsverlust in der Schweiz ist laut einer Medienmitteilung wissenschaftlich gut dokumentiert. In den letzten 110 Jahren seien 36 Prozent der Auen, 82 Prozent der Moore und 95 Prozent der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden: «Rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten ist bedroht. Der Verlust an biologischer Vielfalt ist jedoch ein schleichender und somit wenig augenfälliger Prozess. So sind denn auch 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung fälschlicherweise der Meinung, um die Biodiversität in der Schweiz stehe es gut oder gar sehr gut.» Die Naturschutzorganistation Pro Natura mache den Wandel nun sichtbar – am Beispiel von Schweizer Blumenwiesen. Dazu stelle sie Postkarten und Fotos aus den Jahren 1970 bis 1990 aktuellen Vergleichsfotos von 2010 gegenüber: «Der Fotovergleich zeigt deutlich: Wo früher bunte, artenreiche Blumenwiesen blühten, beherrschen heute ein paar wenige anpassungsfähige Generalisten den Lebensraum.»

Gesteigerte Produktion auf Kosten der Vielfalt
Die Ursache sieht Pro Natura in der intensiveren Bewirtschaftung der Futterwiesen: «Stärkeres Düngen, frühere und häufigere Mahd, Silage, Bewässerung, Drainage und weitere Massnahmen zur Produktionssteigerung haben zu einer Vereinheitlichung der Wiesen geführt.» Vormals typische Arten wie Bocksbart, Wiesen-Flockenblume oder Witwenblume würden zunehmend verdrängt von einer Handvoll raschwüchsiger, nährstoffliebender Arten wie dem Gewöhnlichen Rispengras, Löwenzahn oder Knäuelgras. Die Folgen reichten weit über ein verändertes Landschaftsbild hinaus. Denn mit jeder verlorenen Pflanzenart verschwinde im Durchschnitt die Lebensgrundlage für zehn Tierarten.

«Biodiversität – jede Art zählt»
Biodiversität bezeichnet Pro Natura als unsere Lebensgrundlage. Mit ihrer Kampagne «Biodiversität – jede Art zählt» fordere Pro Natura deshalb mehr Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt. So begrüsse sie zwar den Vorschlag zur Agrarpolitik 2014 bis 2017, der sich zurzeit in der Vernehmlassung befinde: «Sie fordert aber weitere Verbesserungen, insbesondere mehr Mittel für die Biodiversitätsbeiträge, um immer noch vorgesehene Fehlanreize in der Landwirtschaft zu beseitigen und Leistungen für die Biodiversität attraktiver zu machen.» – Fotovergleich und Hintergrundinformationen zur Pro-Natura- Kampagne «Biodiversität – jede Art zählt» und zum Biodiversitätsverlust.

Berner Oberland News
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung
Aktuelle Frontseite
Seitenanfang
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Obdorfstrasse 279 A, 3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41(0)33 821 10 60 / Mobiles +41(0)79 427 45 78 und Dora Schmid +41(0)79 645 27 11 / Postcheckkonto 40-71882-7
Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

 
'