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Landwirtschaftliche Fahrzeuge: Partikelfilter gegen Dieselruss

Landwirtschaftliche Dieselfahrzeuge können mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Eine Nachrüstung ist zwar teuer, erspart aber der Umwelt rund 99 Prozent der Russpartikel. Zu diesem Ergebnis kommt ein zweijähriger Praxistest des Kantons Bern, der vom Bundesamt für Umwelt und der Forschungsanstalt Agroscope begleitet wurde.

kkb/bns. Die Land- und Forstwirtschaft wird in einer Medienmitteilung als eine der Hauptquellen der Feinstaubbelastung bezeichnet: «Aus gesundheitlicher Sicht bedeutend ist dabei der krebserregende Dieselruss aus den landwirtschaftlichen Fahrzeugen.» Mit den heute geltenden Abgasvorschriften müssten Landmaschinen nicht mit Partikelfiltern ausgerüstet sein. Im Gegensatz zu den Baumaschinen bestehe deshalb noch wenig Erfahrung zum Nachrüsten mit Filtern.

Diese Erfahrungslücke habe der Kanton Bern mit einem zweijährigen Praxistest an 18 Fahrzeugen nun geschlossen: «Das Ziel des Technologieprojektes bestand darin, eine praxisnahe Arbeitshilfe für das erfolgreiche Nachrüsten landwirtschaftlicher Maschinen mit modernen Abgasnachbehandlungssystemen zu erarbeiten. Das Projekt sei von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon wissenschaftlich-technisch begleitet und vom Bundesamt für Umwelt finanziell unterstützt worden.

Der Einsatz der Fahrzeuge in der Land- und Forstwirtschaft sei von rauen Arbeitsbedingungen und wechselnden Arbeiten mit geringer und hoher Motorbelastung geprägt, verlautet im weiteren: «Das erschwert den Einsatz der Filtersysteme und stellt besondere Anforderungen an den Aufbau und die Robustheit der Filter.» Mit dem Projekt habe nachgewiesen werden können, dass das Nachrüsten bereits in Verkehr gesetzter Landmaschinen mit einem Diesel-Partikelfilter technisch grundsätzlich möglich sei: «Allerdings müssen einerseits die Filter auf die Fahrzeuge beziehungsweise die Art ihres Einsatzes abgestimmt und regelmässig gewartet werden. Andererseits muss beim Aufbau der Filtersysteme gewissen Grundsätzen Rechnung getragen werden.»

Im Verlauf des Projektes seien auch Störungen auf getreten: «Ihr Spektrum erstreckte sich von notwendigem Nachbessern am Aufbau über Störungen der Filterüberwachung bis hin zu Filterschäden. Trotz der technischen Schwierigkeiten zeigt sich, dass die Filter bei sachgerechtem Aufbau und bei einem Regenerationssystem, das zum Fahrzeugeinsatz passt, zuverlässig funktionieren.» Sie stellten die Nutzer zufrieden und die krebserregenden Dieselrusspartikel könnten um über 99 Prozent reduziert werden. Das Projekt habe aber auch gezeigt, dass die Kosten für eine Nachrüstung mit durchschnittlich 17 500 Franken wesentlich höher ausfallen als ursprünglich angenommen wurde.

Mit den Erfahrungen aus dem Projekt will laut der Medienmitteilung der Kanton Bern dem freiwilligen Nachrüsten von landwirtschaftlichen Fahrzeugen den Weg ebnen. Das Erlassen von Abgasvorschriften für landwirtschaftliche Fahrzeuge sei Aufgabe des Bundes: «Der Kanton Bern hat deshalb im Rahmen der Aktualisierung seines Massnahmenplans zur Luftreinhaltung im letzten Jahr beim Bund den Antrag gestellt, sich international für eine Verschärfung der Abgasgrenzwerte einzusetzen, damit neue Fahrzeuge serienmässig mit einem Filter ausgerüstet werden.» – Das Merkblatt «Partikelfilter – Tipps für die sachgerechte Nachrüstung» kann im Internet bezogen werden.

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