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Biogasanlage für zirka fünf Millionen Franken

Mit einer Gesamtinvestition von zirka fünf Millionen Franken soll eine Bioabfall-Vergärungsanlage auf dem Bödeli realisiert werden. Die Anlage käme an der Geissgasse in Interlaken zu stehen und soll pro Jahr rund 6000 bis 8000 Tonnen biogener Reststoffe aus der Region verwerten.

pd/bns. Wichtigste Substratlieferanten sind laut einer Medienmitteilung die zahlreichen Gastronomiebetriebe aus der Region sowie einige ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. Noch im April sollen die Baueingabe und die öffentliche Ausschreibung erfolgen. Der grosse Brocken der Mittelbeschaffung stehe einer Biomasse Jungfrau AG indessen noch bevor. Massgebend für den Bauentscheid sei die vorgängige Sicherstellung der Finanzierung. Die Gesamtinvestition der Anlage belaufe sich auf zirka fünf Millionen Franken: «Neben den drei Gründungsmitgliedern Industrielle Betriebe Interlaken, Elektrizitätswerk Grindelwald AG und der Genossenschaft Elektrizitätswerk Lauterbrunnen sollen sich auch andere Investoren wie Gemeinden, Bahnen oder Gastronomiebetriebe an der Anlage beteiligen können. Potentielle Partner werden demnächst zur Aktienzeichnung eingeladen.»

Die Planung habe in den Bereichen Anlagetechnologie, Standort und Beschaffungslogistik weit vorangetrieben werden können, verlautet im weiteren. Bisher noch unklar sei indessen die Verwendung des in der Vergärungsanlage produzierten Biogases gewesen: «Inzwischen ist klar, dass das Gas nicht in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt, sondern ins lokale Erdgasnetz der Industriellen Betriebe Interlaken eingespeist werden soll. Das heisst, das Bio- oder Rohgas wird aufbereitet und kann anschliessend mit Erdgas gleicher Qualität uneingeschränkt ins Netz eingespeist werden.» Dies ermögliche eine hohe Flexibilität für den Verwendungszweck des Gases. So könne es als Treibstoff eingesetzt, direkt an interessierte Gaskunden oder externe Gaswerke verkauft, oder an einem externen Standort zu Strom und Wärme umgewandelt werden. Biogas sei eine erneuerbare und daher umweltschonende und kohlendioxidfreie Energie.

Gastronomie zunehmend unter Druck
Für viele Gastronomiebetriebe war laut der Medienmitteilung die Tiermast der traditionelle Entsorgungsweg für Rüst- und Speiseabfälle. Ab kommenden Sommer müssten sich diese Betriebe nun nach neuen Entsorgungslösungen umsehen. Ein neues Gesetz verbiete nämlich ab 1. Juli 2011 die Entsorgung dieser Reststoffe über die Tiermast: «Viele Betriebe stehen damit unter Druck, bis zu diesem Datum eine alternative Lösung gefunden zu haben.»

Obwohl die Vergärungsanlage erst Anfang 2012 in Betrieb genommen werden könne, wolle die Biomasse Jungfrau AG die Sammellogistik bereits ab Juli 2011 sicherstellen und damit den verursachenden Betrieben vorzeitig eine Entsorgungslösung anbieten: «Heutige Verwerter und Einsammler von Bioabfällen konnten teilweise in das Projekt integriert und die Co-Substrate mit Absichtserklärungen gesichert werden.» Auf der Anlage sollen aber nicht nur Speisereste, sondern auch andere biogene Abfälle wie Öle, Fette, überlagerte und abgelaufene Lebensmittel oder Abfälle aus der Lebensmittelproduktion entsorgt werden. «Ziel ist es, allen verursachenden Betrieben der Jungfrau-Region und dem Gebiet zwischen Spiez und Brienz eine saubere und flächendeckende Entsorgungslösung für Co-Substrate anzubieten.» Dabei sollen die Logistik organisiert, Transportwege verkürzt und die Gebinde und Entsorgungsgebühren vereinheitlicht werden.

Interessierte Landwirte
Für den Betrieb der Anlage ist laut der Medienmitteilung auch das Engagement der lokalen Landwirtschaft von grosser Bedeutung: «Erfreulicherweise konnten mehrere interessierte Landwirte vom Bödeli gefunden werden, welche sich vorstellen können, landwirtschaftliche Substrate wie Gülle und Mist der Vergärungsanlage zur Verfügung zu stellen.» Ähnlich wie bei den Gastronomieabfällen sei auch hier ein grobes Sammelkonzept für die landwirtschaftlichen Reststoffe erarbeitet worden. Dieses müsse nun bis zur Realisierung der Anlage noch verfeinert werden. Auch der Anlagebetrieb soll nach Möglickeit von Landwirten sichergestellt werden.

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