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Kriminalstatistik 2010: Mehr schwere Körperverletzungen

Die Kantonspolizei Bern hat im vergangenen Jahr einen Rückgang der Straftaten verzeichnet. Zugenommen haben aber die schweren Körperverletzungen.

pkb/bns. Die Zahl der strafrechtlich relevanten Handlungen sank laut einer Medienmitteilung im Jahr 2010 von 84 823 um fast sechs Prozent auf 79 905. Grund für die Abnahme war vor allem der starke Rückgang der Vermögensdelikte wie etwa der Diebstähle. Rund 77 Prozent der im Jahr 2010 registrierten 79 905 Straftaten entfallen auf das Strafgesetzbuch (StGB). Rund 18 Prozent sind Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG), drei Prozent gegen das Ausländergesetz (AuG). Zwei Prozent entfallen auf Widerhandlungen gegen weitere Bundesnebengesetze. In diesen Zahlen nicht berücksichtigt sind Widerhandlungen gegen kantonale Gesetze oder das Strassenverkehrsgesetz (SVG).

Starker Rückgang der Vermögensdelikte
Nach einem markanten Zuwachs im Vorjahr ging die Zahl der Delikte gegen das Strafgesetzbuch um neun Prozent zurück. Diese Abnahme ist vor allem auf den starken Rückgang der Vermögensdelikte zurückzuführen, welche im Vorjahresvergleich um elf Prozent auf 46 770 zurückgingen. Entscheidend ins Gewicht fielen dabei die Abnahmen bei den Diebstählen (ohne Fahrzeuge). Diese gingen von 22 162 auf 20 617 zurück. Starke Abnahmen wurden auch bei den Fahrzeugdiebstählen (8777 Straftaten, –11 Prozent) sowie Beschädigungen ohne Diebstahl (8920 Straftaten, –17 Prozent) verzeichnet.

Zunahme der schweren Körperverletzungen
Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Bern insgesamt 4535 Gewaltstraftaten verzeichnet. Dies sind acht Prozent oder 407 Straftaten weniger als im Vorjahr. Unter dem Begriff Gewaltstraftaten werden alle Tatbestände zusammengefasst, welche die vorsätzliche Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen Personen beinhalten. Der Anteil der schweren Gewaltdelikte betrug drei Prozent. Darunter fallen fünf vollendete und 13 versuchte Tötungsdelikte. Die Gesamtzahl der schweren Gewalttaten ist von 122 auf 127 Straftaten angestiegen. Dies unter anderem wegen der markanten Zunahme der schweren Körperverletzungen um 36 Prozent auf 53 Taten. Die Zahl der Vergewaltigungen stieg leicht von 55 auf 56. Bei den minderschweren Gewaltstraftaten wurde eine Abnahme von 3765 auf 3375 Fälle verzeichnet. Zugenommen haben dabei aber die Tätlichkeiten von 1328 auf 1383. Die Fälle von einfacher Körperverletzung nahmen um sieben Prozent auf 749 zu. Die polizeilich registrierte minderschwere angedrohte Gewalt in Form von Drohung (1033 Fälle, –3 Prozent) nahm ab. Mit 39 respektive 35 Prozent waren die Anteile der Minderjährigen an allen Beschuldigten bei den Straftatbeständen Beteiligung an Angriff und bei Raub auffällig hoch.

Starker Rückgang bei Sexualstraftaten
Die Zahl der registrierten Fälle im Bereich häusliche Gewalt sind im Kanton Bern im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 1571 Straftaten angestiegen. Tragischerweise sind zwei Todesfälle auf häusliche Gewalt zurück zu führen. Stark zurückgegangen sind hingegen die Sexualstraftaten, nämlich von 635 auf 499 Fälle. Mit einem Rückgang um ein Drittel haben die registrierten Fälle sexueller Handlungen mit Kindern erfreulicherweise besonders stark abgenommen.

Mehr Betäubungsmitteldelikte
Insgesamt wurden im Jahr 2010 14 252 Fälle von Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Im Vergleich zum Vorjahr (13 537) stellt dies eine leichte Zunahme dar. Ausgehend von der Anzahl Delikte liegen die Schwerpunkte der Betäubungsmitteldelinquenz in Bern und in Biel. 2010 stellte die Kantonspolizei unter anderem 48,7 Kilogramm Haschisch (2009: 70,14 Kilogramm), 10,65 Kilogramm Kokain (27,96 Kilogramm), 140,65 Kilogramm Khat (142,61 Kilogramm ) und 175 322 Dosen Methamphetamin (26 598 Dosen) sicher.

Erwartungsgemäss betrifft ein Grossteil der Straftaten in bezug auf das Ausländergesetz die illegale Einreise oder den unrechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz (1649 Straftaten). – Polizeiliche Kriminalstatistik 2010 (PDF, 3,2 MB, 75 Seiten).

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