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Freitag ‎25. ‎November ‎2011
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Seit einiger Zeit erscheinen merklich weniger Bilder und Eigenberichte in den Berner Oberland News. Die Mitarbeiterin der Beonews, Dora Schmid, muss sich nach der operativen Entfernung eines bösartigen Hirntumors und einer anschliessenden ersten ebenfalls gut verlaufenen sechswöchigen kombinierten Bestrahlungstherapie weiterhin einer Chemotherapie unterziehen. – Ein Medicaltalk-Auftritt der Patientin kann im Archiv des Regionalfernsehens von Telebärn aufgerufen werden.

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Integration junger Sozialhilfebezüger ins Arbeitsleben

Mit einem auf drei Jahre angelegten Projekt wollen die sozialen Dienste Spiez, Thun und Region Jungfrau junge Erwachsene, die Sozialhilfe beziehen, schneller ins Arbeitsleben integrieren. Potentielle Problemfälle sollen früher beziehungsweise rechtzeitig erkannt werden.

pd/bns. Ein im jungen Erwachsenenleben verpasster Bildungsabschluss sei schwierig nachzuholen, heisst es in einer Medienmitteilung: «Der Arbeitsmarkt verlangt von jungen Erwachsenen eine hohe Bereitschaft zur Anpassung. Gelingt ihnen die adäquate Reaktion auf das flexible Umfeld nicht, sind sie rasch von Sozialhilfe abhängig, weil andere Einkommensquellen fehlen. Unter Umständen kommen sie später in Versuchung, sich in der Sozialhilfe ‹einzurichten›.» Aber auch diejenigen mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium seien seit 1. April 2011 gefährdet, mindestens vorübergehend Sozialhilfe beantragen zu müssen, denn die Leistungen der Arbeitslosenversicherung für diese Kategorie hätten sich markant verschlechtert (120 Wartetage nach der Ausbildung und maximale Taggeldbezug von 200 Tagen). Laut Sozialbericht 2010 des Kantons Bern könne rund die Hälfte der jungen erwachsenen Sozialhilfebezüger keine abgeschlossene Ausbildung vorweisen.

Dreijähriges Projekt
Vor diesem Hintergrund wollen laut der Medienmitteilung die Sozialdienste der Stadt Thun, der Gemeinde Spiez und der Region Jungfrau junge Sozialhilfebezüger vorerst im Rahmen eines dreijährigen Projektes verstärkt betreuen: «Als Startschuss für die Zusammenarbeit zugunsten der jungen Erwachsenen im Berner Oberland fand am 16. November eine Informationsveranstaltung statt. Die Rückmeldungen der 70 Teilnehmer aus unterschiedlichsten Fachstellen seien ausnahmslos positiv gewesen.

Beratung ausbauen und Vernetzung intensivieren
Das von einer politisch zusammengesetzten Gruppe mit der Spiezer Gemeinderätin Ursula Erni, dem Thuner Gemeinderat Peter Siegenthaler und Roger Berthoud, Präsident des Sozialdienstes Region Jungfrau gesteuerte Projekt, wolle in drei Schwerpunktbereichen aktiv werden: Die Beratungszeit soll ausgebaut werden.Es soll stärker auf die spezifischen Bedürfnisse der Bezüger eingegangen werden und die Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen soll intensiviert werden. «Das Thema brennt allen unter den Nägeln; wir sind froh, dass Spiez, Interlaken und Thun mit diesem Projekt unter der Leitung von Daniel Bock, Abteilungsleiter der sozialen Dienste Spiez, Führung und Verantwortung übernehmen», sagt die Spiezer Gemeinderätin Ursula Erni als Vorsteherin der sozialen Dienste. Vorgesehen sei auch eine sukzessive Mitbeteiligung der anderen Sozialen Dienste im Berner Oberland, so dass eine einheitliche Beratung und Unterstützungspraxis von Heimberg bis Meiringen realisiert werden könne.

«Startbahn» für Abklärungen bereits realisiert
Im Rahmen der Startvorbereitungen war laut der Medienmitteilung bereits am 22. August ein auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Klienten ausgerichtetes Abklärungsmodul «Startbahn» geschaffen worden: «Monatlich können so bis zu zehn Klienten auf ihre Fähigkeiten abgeklärt werden und anschliessend präzise den Nachfolgemodulen zugewiesen oder mit flankierenden Hilfeleistungen (Psychiatrie, IV, und so weiter) unterstützt werden.

Kostensenkung als Zusatzeffekt
Das nun lancierte Projekt soll nach drei Jahren ausgewertet werden: «Es soll nicht nur die rasche Rückführung junger Erwachsener in die Arbeitswelt ermöglichen, sondern auch die Sozialhilfekosten senken.» Denn mit einer raschen und nachhaltigen Ablösung von der Sozialhilfe durch Aufnahme einer Ausbildung oder Integration in den Arbeitsmarkt werde die durchschnittliche Bezugsdauer der Klienten erheblich verringert.

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