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Berner Oberland News – 16. Jahrgang
Mittwoch 21. September 2011
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Seit einiger Zeit erscheinen merklich weniger Bilder und Eigenberichte in den Berner Oberland News. Die Mitarbeiterin der Beonews, Dora Schmid, muss sich nach der operativen Entfernung eines bösartigen Hirntumors und einer anschliessenden ersten ebenfalls gut verlaufenen sechswöchigen kombinierten Bestrahlungstherapie weiterhin einer Chemotherapie unterziehen. – Ein Medicaltalk-Auftritt der Patientin kann im Archiv des Regionalfernsehens von Telebärn aufgerufen werden.


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Uferweg Bahnhof Thun–Schadaupark offen

Nach jahrelangem Ringen um Wegführung und Kosten ist die Stadt Thun über einen Uferweg entlang dem Schiffahrtskanal mit dem See verbunden. Nach fünfeinhalbmonatiger Bauzeit ist die für Thun wichtige Fussverbindung offen.

Nach den Schiffländten beim Bahnhof Thun führt der neue Uferweg zum See zunächst über einen Holzsteg entlang des Schiffahrtskanals. (Bild zvg)

pd/bns. Vom Bahnhof Thun her verläuft laut einer Medienmitteilung der neue Uferweg nach den Schiffländten zunächst über einen rund 130 Meter langen und 1,80 Meter breiten Holzsteg über der Uferböschung, danach auf einem Mergelbelag vorbei an der alten Ländte Scherzligen und entlang des Kiesverlades der Balmholz AG zum alten Kohlenweiher. «Ein Geländer zum Wasser hin und ein Maschendrahtzaun auf der Seite der Gütergeleise sichern und leiten die Fussgänger. Sitzbänke und eine kleine Grünfläche am Wasser laden zum Ausruhen ein. Auf zwei Informationstafeln und mit verschiedenen Spuren am Weg wird die Geschichte des alten Bahnhofs Scherzligen erzählt, dessen Stationsgebäude ursprünglich hier stand und nach einer Verlegung ins Fischermätteli bei Bern im Jahr 2007 niederbrannte.»

Aus Sicherheitsgründen soll der Uferweg jeweils während des Kiesumlades ab Ledischiff und während des Beladens der Bahnwagen in diesem kurzen Abschnitt geschlossen werden. Dieser Vorgang mit dem hundertjährigen Kran soll zur Begehung des Uferweges motivieren. «Den Kohlenweiher passiert man auf einem kurzen Holzsteg. Danach gelangt man nach wenigen Schritten entlang der Seestrasse zur Kirche Scherzligen und zum Schadaupark.»

Letzte Uferweglücke vor der Gemeindegrenze zu Spiez bis 2015
Die Fortsetzung, deren Realisierung laut der Medienmitteilung für das Jahr 2015 geplant ist, soll später den Zugang zu den Hotels Seepark und Holiday, danach auch zum geplanten Hotel Lachen, zum Kultur- und Kongresszentrum Thun, zur Hotelfachschule und zum Strandbad ermöglichen. Danach werde es möglich sein, vom Bahnhof Thun bis zur Gemeindegrenze zu Spiez fast durchgehend dem Ufer entlang zu spazieren.

Uferweg seit dem Jahr 1982 in Planung
Rund 30 Jahre habe die Vorgeschichte des nun eröffneten Uferweges vom Bahnhof Thun zum Schadaupark gedauert, heisst es in der Medienmitteilung: «Nach der Annahme des See- und Flussufergesetzes durch das Berner Volk im Jahr 1982 lag in Thun 1986 eine erste Konzeptstudie für die Uferwegplanung vor. Ein Vorprojekt wurde bis 1997, auch im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung, mehrmals überarbeitet, bis schliesslich der Stadtrat Anfang 1998 einen Uferschutzplan Bahnhof–Schadau, eine Grob-Planung, genehmigte. Gegen einen Anfang 1999 durch das Stadtparlament bewilligten Baukredit von rund zwei Millionen Franken wurde allerdings das Referendum ergriffen. Die Stimmberechtigten lehnten den Kredit im Mai 2000 an der Urne mit 57 Prozent Nein ab. Schon kurz danach wurde das Projekt überarbeitet, aus Spargründen aber vorübergehend wieder aus den Legislaturzielen gestrichen. Mitte 2007 gab eine Stadtratsmotion dem Vorhaben neuen Schwung: In zwei Etappen sollte der Uferweg bis 2011 bis zum Schadaupark realisiert werden. Im Mai 2010 bewilligte der Stadtrat den Baukredit von brutto 3,63 Millionen Franken. Die Stadt beteiligt sich daran mit rund einer Million Franken, den Rest tragen Bund und Kanton.

Bau verlief problemlos
Keine nennenswerten Probleme habe der Bau in den letzten Monaten geboten. Markus Weibel, Leiter der Stadtgärtnerei und Projektleiter: «Es lief alles nach Plan, und das Budget kann eingehalten werden.» Eine verbleibende Lücke vor der Kirche Scherzligen habe, nachdem eine letzte Einsprache zurückgezogen worden war, durch eine asphaltierte Wegverbindung entlang der Seestrasse geschlossen werden können. Der neue Uferweg erschliesse den Fussgängern reizvolle Sehenswürdigkeiten Thuns und ermögliche neue Blickwinkel auf die Stadt, die weite Fläche des Thunersees und die schneebedeckten Hochalpen. Von der alten Scherzligen-Ländte eröffne sich ein bisher nur wenigen zugängliches Panorama, das vom Kleist-Inseli über das Hofstettenquartier, das Aarebecken und den See bis hin zu den Alpen reiche. Den Abschluss des neu eröffneten Abschnittes bilde die berühmte, über tausendjährige Kirche Scherzligen mit dem «Fischerhaus». Dahinter seien bereits der Schadaupark, das Schloss Schadau und der benachbarte Rundbau des historischen Thun-Panoramas zu erkennen.

Kunst am Ufer
Die Eisenplastik «Das wehrhafte Handwerk» (1962) von Bernhard Luginbühl und die Marmorskulptur «Per Aria» (1988) von Heidi Locher haben laut der Medienmitteilung am Uferweg einen neuen Standort erhalten, nachdem sie bereits im Juni beim Sternenplatz und an der Seestrasse demontiert worden sind: «Mit dieser von der städtischen Kulturabteilung initiierten Aktion sollen die beiden Kunstwerke aufgewertet und der Öffentlichkeit aus einem neuen Blickwinkel präsentiert werden. Auslöser für die Umplazierung waren die für die Skulpturen inzwischen unvorteilhaften Standorte wie auch die Idee, dass mit dem neuen Uferweg eine Art Kulturmeile entsteht. Diese führt auch an Orten der Industriekultur wie dem früheren Bahnhof Scherzligen oder dem Schiffsverlad der Balmholz AG vorbei. Mit der Scherzligkirche, dem Schloss Schadau und dem Thunpanorama im Schadaupark sowie dem Kultur- und Kongresszentrum werden weitere kulturelle Highlights für Fussgänger erschlossen.»

Shuttle-Schiff
Die Stadt Thun und die BLS-Schiffsbetriebe bieten laut der Medienmitteilung am Freitag 23., Sonntag 25. und Montag 26. September, jeweils zwischen 14 und 17 Uhr, eine Gratis-Shuttle-Schiffsverbindung an. Die MS Stockhorn pendle zwischen dem Schiffskanal (Ländte 3) und dem Schadaupark (Schiffsländte): «So können das neue Wegstück, der Kiesverlad und die Brückenkonstruktionen vom Wasser aus betrachtet werden.»

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