Kulturpreis für den Schriftsteller Lukas Bärfuss
Der mit 10 000 Franken und einer Skulptur dotierte fünfte Kulturpreis der Volkswirtschaft Berner Oberland ist am Mittwoch 11. Januar 2012 in der Konzepthalle 6 in Thun dem Schriftsteller Lukas Bärfuss verliehen worden.
pd/bns. Der gebürtige Berner Oberländer – Lukas Bärfuss wurde laut einer Medienmitteilung im Jahr 1971 in Thun geboren – arbeite als Schriftsteller in Zürich und präge durch sein literarisches Schaffen die deutschsprachigen Regionen bis weit über die Landesgrenze hinaus. Reto Sorg, Leiter des Robert-Walser-Zentrums in Bern und Präsident der deutschsprachigen Kommission für allgemeine kulturelle Fragen des Kantons Bern, würdigte in der Laudatio die Verdienste von Lukas Bärfuss insbesondere in der Theaterwelt. «Mit ‹Ein-Sichten›, einer szenischen Lesung aus den Werken von Bärfuss, wurde auf eindrucksvolle Art die Vielfalt der Werke des Preisträgers vorgestellt.»
Lukas Bärfuss schreibe Prosatexte («Hundert Tage», 2008), Hörspiele und vor allem Theaterstücke («Die sexuellen Neurosen unserer Eltern», «Der Bus», «Die Probe», «Öl»), die in Basel, Bochum, am Thalia-Theater Hamburg, den Münchner Kammerspielen und am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt und in 18 Sprachen übersetzt worden seien, verlautet im weiteren: «Seit der Spielzeit 2009/10 ist er ausserdem als Dramaturg am Schauspielhaus Zürich tätig.»
Die Volkswirtschaft Berner Oberland zeichne alle zwei Jahre Künstler aus, heisst es in der Medienmitteilung: «Die Künstler müssen eine enge Bindung zum Berner Oberland vorweisen und ihr künstlerisches Schaffen prägt nicht nur die Region, sondern trägt diese weiter. Mit der Auszeichnung werden Künstler unterstützt und die Vielfalt der Kunstwelt im Berner Oberland wird aufgezeigt.» Als bisherige Preisträger werden Chantal Michel, 2009; Ernst Hanke, 2007; Menuhin Festival Gstaad, 2005; Polo Hofer, 2003 aufgeführt. |