Fünf russische Bijouterie-Räuber verurteilt
Das Regionalgericht Oberland in Thun hat am Freitag fünf Russen wegen Überfällen auf Bijouterien in Interlaken und Bern zu Gefängnisstrafen von zweieinhalb bis fünfeinhalb Jahren verurteilt.
bns. Die fünf Männer hatten laut einer Meldung von Regionaljournal Bern, Freiburg und Wallis vor zwei Jahren gemeinsam eine Bijouterie am Höheweg in Interlaken überfallen und dabei Beute im Wert von 1,3 Millionen Franken gemacht: «Einer von ihnen war bereits im Dezember 2007 an einem Raubüberfall auf dasselbe Luxusgeschäft beteiligt gewesen, ein anderer musste sich zusätzlich wegen eines Überfalls auf eine Bijouterie in Bern vom Herbst 2009 verantworten. Alle fünf befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug und bleiben in Haft.»
Die Beute aus allen drei Überfällen habe einen Wert von insgesamt 3,7 Millionen Franken gehabt, heisst es im weiteren: «Die Männer waren für die Taten alle in Viborg nahe an der russisch-finnischen Grenze angeworben worden. Das Gericht ging davon aus, dass sie von einer kriminellen Organisation für ihre Zwecke eingespannt wurden.» Nicht ihnen sei also laut Gericht ein bandenmässiges Vorgehen im juristischen Sinn anzulasten, sondern den nicht greifbaren Hintermännern. |