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Mit «Unsolved Mysteries» gegen Besucherflaute im Winter ds/bns. An der Generalversammlung der Mystery Park AG in Matten bei Interlaken sind gestern Freitag alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt worden. Einstimmig wurde unter anderem die Herabsetzung des Aktienkapitals um 4 auf 24 Millionen Franken genehmigt. Im kommenden Winterhalbjahr soll eine Sonderschau mit dem Thema «Unsolved Mysteries» zusätzlich Besucher in den Mysterpark locken.
Die Herabsetzung des Aktienkapitals – mit dem Beschluss der Generalversammlung werden 400'000 Inhaberaktien zum Nennwert von zehn Franken (eigene Aktien und/oder Aktien der Special Situation Holding AG Solothurn) vernichtet – ist nach Erläuterungen von Verwaltungsratspräsident Oskar Schärz möglich, weil die mit 86 Millionen Franken vorgesehenen Erstellungskosten mit effektiven Ausgaben von 85,5 Millionen Franken hätten eingehalten werden können, das heisst dass die Baukostenreserve nicht habe in Anspruch genommen werden müssen: «Die Liquidität lässt dies dank des guten Geschäftsverlaufes im Jahre 2003 ohne unternehmerisches Risiko zu.» Die Mystery Park AG hat nach ihren Angaben bereits im ersten Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben können: In der Jahresrechnung 2003 weist die Gesellschaft laut einer Medienmitteilung – siehe auch Interlaken: Mystery Park AG setzt Aktienkapital herab vom Montag, 8. März 2004 – einen Gewinn von 7500 Franken aus – bei einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 7,7 Millionen Franken: «Der Umsatz des Freizeit- und Erlebnisparks übertraf mit 19,8 Millionen Franken selbst die optimistischsten Planungen des Managements.» Aufgrund der positiven Ertragslage habe der Verwaltungsrat beschlossen, das Aktienkapital um 4 Millionen Franken durch die Vernichtung von 400'000 Inhaberaktien auf 24 Millionen Franken zu reduzieren.
Geschäftssitz von Interlaken nach Matten verlegt Mit nur gerade einer Gegenstimme wurde an der Generalversammlung der Mystery Park AG – anwesend waren 703 Aktionäre, die 26,6 Prozent des Aktienkapitals vertraten – ferner beschlossen, den Geschäftssitz der Mystery Park AG Interlaken nach Matten zu verlegen. Im Erschliessungsvertrag mit der Gemeinde Matten war laut Oskar Schärz festgehalten worden, dass der Geschäftssitz der Mystery Park AG Interlaken nach Matten verlegt werden soll, sobald die Anlage in Betrieb genommen werden könne. An der Generalversammlung 2002 sei diesem Vorhaben zugestimmt worden. Das Handelsregisteramt habe diesen Eintragung aber nicht akzeptiert, weil der Name Mystery Park AG mit der Ortsbezeichnung Interlaken gekoppelt sei. Deshalb sei an der Generalversammlung der Antrag gestellt worden, die Firma nur noch mit «Mystery Park AG» zu bezeichnen.
Mehr Spannung in der kalten Jahreszeit Von Beginn weg ist laut Geschäftsführer Oswald Zurbriggen klar gewesen, dass mit dem Mysterypark ein Ganzjahresangebot geschaffen werden soll: «Wir mussten feststellen, dass die Wintermonate November bis März trotzdem ruhig, fast zu ruhig verlaufen.» Zwar zeige die Besucherkurve an Schlechtwettertagen immer wieder etwas nach oben, aber im Vergleich zum Sommer hinkten diese deutlich nach. So soll der Mysterypark für diese kalte Zeit für eine weitere Spannung: «Vom 5. November 2004 bis zum 6. März 2005 werden wir die fantastische Sonderschau ‹Unsolved Mysteries› zeigen.» Nachdem im ersten Jahr rund 90 Prozent aller Besucher aus der Schweiz gekommen seien, sollen ein intensive Markbearbeitung im Ausland und ein grosses Interesse der Reiseveranstalter nun Jahr für Jahr immer mehr Gäste aus dem Ausland bringen. Zuerst dürften bald einmal neue Besucher aus dem nahe liegenden Europa und dann aus Grossbritannien erwartet werden: «Von Übersee hat Indien das grösste Interesse am Mysterypark gezeigt.» Zu den neuen Projekten gehören nach Mysterparkangaben ein Simulator mit der Bezeichnung «Top of Pyramide», der bereits im Mai 2004 fertig gestellt werden soll sowie die Sondershow mit dem Titel «Unsolved Mysteries». Diese von Klaus Dona präsentierte Ausstellung umfasse rund 220 Artefakte und soll ab 5. November 2004 in Interlaken zu sehen sein: «Ausserdem wird derzeit fieberhaft am weiteren Ausbau des Parks gearbeitet, darunter dem Bau einer Bahnstation sowie einer neuen Schau mit dem Titel «Mystery Times», die ab November 2005 zu sehen sein wird.»
«Unsolved Mysteries» zeigt laut Dona zirka 220 Artefakte, die zum Teil in Wien und in den beiden letzten Jahren durch hervorragende Wissenschaftler untersucht worden seien – genaue Antworten hätten aber trotz allem nicht gefunden werden können. Die Objekte passten aber zum Teil zu den Theorien von Erich von Däniken und zu den im Mystery Park gezeigten Theorien und stellten somit eine perfekte Ergänzung dar: «Da wir durch die knappe Zeit vor der Ausstellung in Wien fast keine Zeit hatten, Untersuchungen anzustellen, werden wir die Ergebnisse der letzten Jahre vor Eröffnung in Interlaken den internationalen Medien mitteilen und dies wird sicher eine grosse Werbung für das Projekt im Mystery Park.» Im weiteren soll den Besuchern des Mysteryparks die Möglichkeit gegeben werden, originale Artefakte aus aller Welt anzuschauen, die sie auch für viel Geld sonst nie zu sehen bekämen. Er sei sicher, dass dies für viele Interessenten der Auslöser für eine Reise nach Interlaken sein werde, führte Klaus Dona an der Generalversammlung aus. Die Ausstellung in Interlaken werde in 13 Bereichen unter anderem das Thema «Mysteriöse Versteinerungen» behandeln: Ein auf 140 Millionen Jahre datierter Hammer verwirre Experten ebenso wie ein 400 Millionen Jahre alter Schuhabdruck mit einer zertretenen Urzeitschnecke. Gleiches gelte für einen versteinerten Riesenfinger sowie menschliche Fussspuren aus der Dinosaurierepoche: «140 Millionen Jahre alte fossilisierte Hände und fossilisierte Früchte und Gemüse von derselben Fundstelle in Kolumbien stellen die Theorie vom ersten Menschen aus Afrika mehr als in Frage.» Menschliche Schädel und Knochen aus Anthrazitkohle-Formationen in den USA widersprächen dem bis heute geltenden Alter der Menschheit von sieben Millionen Jahren. Laut Evolutionstheorie trennten die Lebzeiten dieser Lebewesen Hunderte von Millionen Jahren: «Lebten womöglich Saurier und Menschen gemeinsam?» Klaus Dona zählte im weiteren auf: Geheimnisvolle Kristallschädel, ungeklärte Sammlungen mit fremdartigen Schriften und Motiven, ungewöhnliche Leuchtobjekte und meisterhaft hergestellte vorzeitliche Miniaturwerkzeuge; eine prähistorische Steinscheibe, die «genetisches Wissen» beinhalte; die Rekonstruktion eines Leichtkörpers nach altägyptischen Vorbildern; antike optische Vergrösserungslinsen sowie in Stein verewigte erstaunliche astronomische Kenntnisse. Klaus Dona: «All diese Funde beweisen – unsere Ahnen waren weit fortschrittlicher als wir ihnen gemeinhin zubilligen; woher kam das Wissen, warum ist es im Laufe der Geschichte wieder verlorengegangen?» Aktuelle Frontpage Berner Oberland News (www.beo-news.ch) Archiv vom 4. Mai 1996 bis Ende des vergangenen Monats Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg |
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