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Dienstag, 15. Februar 2000

Gefängnisneubau für 33 Millionen Franken

Die Bauarbeiten für das Regionalgefängnis Thun beginnen Ende Februar

aid/S. Ende Februar 2000 sollen an der Allmendstrasse 34 in Thun die Baumaschinen auffahren: Der rund 33 Millionen Franken teure Neubau des Regionalgefängnisses Thun mit Untersuchungsamt soll laut einer Medienmitteilung Anfang November 2001 bezogen werden. Die Bauarbeiten seien in einem zweistufigen Verfahren ausgeschrieben worden: «Den Zuschlag erhielt die Firma Göhner Merkur AG.»

Die bestehende Baugrube an der Allmendstrasse in Thun. (Foto: Peter Schmid)

Der Kanton Bern hat laut der Medienmitteilung im Jahr 1994 an der Allmendstrasse 34 in Thun ein Grundstück mit einer bereits ausgehobenen Baugrube erworben, um hier das neue Regionalgefängnis Thun zu bauen. Das neue Gefängnis mit insgesamt 77 Plätzen soll die veralteten und den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügenden Bezirksgefängnisse im Berner Oberland ersetzen: «Es wird im Wesentlichen dem Vollzug der Untersuchungshaft dienen.» In das neue Regionalgefängnis soll auch das regionale Untersuchungsrichteramt verlegt werden, das heute in einem Mietobjekt untergebracht sei. Der Neubau liege unweit des neuen kantonalen Verwaltungsgebäudes, in dem auch die Kantons- und die Stadtpolizei Thun ihre Büros hätten: «Nachdem der Grosse Rat im November 1998 den Baukredit zugestimmt und die Stadt Thun im Dezember 1999 die Baubewilligung erteilt hat, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.» Das neue Regionalgefängnis – siehe auch Bericht «Kredit von 31,34 Millionen Franken für ein Regionalgefängnis in Thun» vom Donnerstag, 10. September 1998 – soll die heutigen Bezirksgefängnisse von Thun, Interlaken, Meiringen, Frutigen, Wimmis, Blankenburg und Saanen ersetzen.

Wie ein halbes Dutzend andere Bezirksgefängnisse im Berner Oberland soll auch das im Jahr 1900 erbaute Gefängnis Interlaken (Bild) durch ein Regionalgefängnis in Thun ersetzt werden. (Archivbild: Peter Schmid)

Das Projekt der Architekten Bollhalder und Eberle ist laut Medienmitteilung im Jahr 1998 aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen. Es sehe einen dreigeschossigen Bau mit allseitig gleich gestalteten Fassaden mit Faserzementplatten und begrüntem Flachdach vor. Die Umgebung werde mit einer Magerwiese angesät. Auf der Bahnseite soll der Bau mit einer Schallschutzmauer, die in Bruchsteinen erstellt wird, vor Lärm geschützt werden. Die Baumallee auf der Allmendstrasse soll vervollständigt werden: «Dem Umweltschutz wird beim Bau und Betrieb des neuen Gefängnisses grosse Beachtung geschenkt.» Beim Bau sollen umweltverträgliche Materialien verwendet und die Gebäudehülle gut isoliert werden. Das Warmwasser werde mit einer Solaranlage erzeugt: «Die Luft für die Lüftung wird über ein Erdregister im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt.» Die Lüftungsanlage verfüge über eine optimale Wärmerückgewinnung. Das Regenwasser soll nicht ungenutzt versickern, sondern für die Toilettenspülung aufgefangen werden.

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