Dienstag, 27. März 2001
Sherlock Holmes war nicht etwa mit dem Velo da ...
S. Meiringens Ehrenbürger Sherlock Holmes kam weder mit dem Velo noch mit einem City-Flitzer, derweil er schon seit rund einem Dutzend Jahren auf einem harten Felsblock sitzt. Die Vehikel wurden lediglich in seiner Nähe abgestellt – wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil es im Zentrum von Meiringen nicht allzu viele Veloständer und andere Parkgelegenheiten für Zweiradfahrzeuge gibt.
Sherlock
Holmes mit Velo und City-Flitzer. (Foto: Peter Schmid)
Die Statue zeigt Sherlock Holmes in einer seiner nachdenklichen Stimmungen
nur wenige Stunden vor seinem letzten und schicksalhaften Zusammentreffen
mit seinem Erzfeind, «dem Napoleon des Verbrechens», Professor
Moriarty am 4. Mai 1891 an den Reichenbachfällen in Meiringen, wo
der britische Detektiv beim Kampf mit dem Schurken in die rauschende Tiefe
zu Tode stürzte. Auf der Statue oder mit ihr in Zusammenhang stehend
– laut einer Inschrift wurde sie im Jahr 1988 von John Doubleday geschaffen
– sind versteckte Hinweise, meistens in Form von Symbolen angebracht, welche
aus einer der sechzig Sherlock-Holmes-Geschichten stammen: «Alle
sind sichtbar, es bedarf aber bei einigen schon eines guten, aufmerksamen
Auges.» Aus diesen Hinweisen und mit Hilfe einer guten Beobachtungsgabe
sei es möglich, eine komplette Liste aller Sherlock-Holmes-Geschichten
abzuleiten.
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