Bilder und Ereignisse im November 1996

Im Chalet Wiesengrund an der Kreuzlistrasse in Ringgenberg feiert heute Freitag Manuela Schmid ihren 15. Geburtstag. Die in Liestal (Baselland) am 29. November 1981 geborene Jubilarin ist meistens guter Dinge sowie des öfteren zu einem Spässchen aufgelegt, wenn sie nicht gerade in der Schule eine Mathe-Prüfung hat. Papis Müsli wünschen wir zum Geburtstag alles Gute und auch in Zukunft noch viele Sechser. (Foto: Papipress)






Die Wollspinnerei Interlaken (WSI), eine der letzten Kammgarnspinnereien in der Schweiz, stellt wie bereits berichtet im kommenden Frühling den Betrieb ein. 83 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz, und die Produktion wird nach China verlegt. Die bernische Volkswirtschaftsdirektion bedauert in einer Stellungnahme die Schliessung der Wollspinnerei Interlaken per Ende April 1997.

Anfang Mai 1997 schliesst die Wollspinnerei Interlaken AG, ein Unternehmen der Nürnberger Südwolle-Gruppe, ihre Tore. Damit verlieren 83 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und die Schweiz ihre zweitletzte Kammgarnspinnerei. In einer am Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung begründet Wolfgang Steger, Seniorchef der Südwolle, die Schliessung der WSI mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten: "Die Südwolle kann als Kammgarnherstellerin nur überleben, wenn sie mit einer konkurrenzfähigen Kostenstruktur in Kundennähe produzieren kann." Verlagerung nach Osten Wie die deutsche Südwolle, mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 150 Millionen Franken einer der grössten europäischen Garnproduzenten, erklärt, verschiebt sie ihre Produktionsstandorte sukzessive von Westeuropa nach Osten. In Deutschland habe man drei von fünf Werken geschlossen, während in Polen und China neue Betriebe mit grossen Kapazitäten entstünden. Die Schliessung der einzigen Schweizer Tochter, die jährlich über 30 Millionen Franken Umsatz erzielt und 1995 einen Gewinn von 1,2 Millionen Franken versteuert habe, sei "eine marktbedingte Verlagerung, die auch aus Kostengründen erfolgt", schreibt Südwolle. Die Interlakner Spinnmaschinen würden nicht eingemottet oder verkauft, sondern nach China verschifft und dort in einem neuen Werk wieder aufgebaut. Der Entscheid, Interlaken aufzugeben, kommt nicht ganz überraschend: Schon im Jahr 1993 und im vergangenen Sommer hatte Südwolle im Berner Oberland jeweils während Wochen 100 Prozent Kurzarbeit verordnet und die Maschinen abgestellt. Und bereits im Jahr 1983, als Südwolle die damals konkursite Interlakner Kammgarnspinnerei von Coop Schweiz und Christoph Blochers Ems Chemie übernahm, stellte Südwolle eine Weiterführung für zehn Jahre in Aussicht. Bild: Die im Jahr 1987 eröffnete neue Farbikationsanlage der Wollspinnerei Interlaken AG (WSI).    (Foto: Peter Schmid)


     

    S. Um vorsorglich eine gesetzliche Grundlagen unter anderem für die bereits früher signalisierten allgemeinen Fahrverbote zu schaffen, ist für die ganze Höhematte ein entsprechendes Verbot erlassen worden. Laut Publikation in der jüngsten Ausgabe des Interlakner Amtsanzeigers lässt die Höhematte-Kommission namens der Kurhausgesellschaft Interlaken AG als Verwalterin der Höhematte beziehungsweise namens der Grundeigentümer die ganze Höhematte (einschliesslich Gruebi) mit den dazugehörigen Promenaden "gegen jegliche Besitzesstörung richterlich verbieten".

Voraussichtlich gesellen sich laut Kursaaldirektor Rolf Zingg zu den bereits installierten Fahrverbotsschildern anfangs Jahr einige Täfelchen, die bei Widerhandlungen gegen das Verbot Bussen bis zu 1000 Franken androhen. Untersagt sind mit dem vom Interlakner Gerichtspräsidenten I Hans-Peter Schürch am vergangenen 13. November bewilligten Verbot "namentlich das Begehen und Befahren, das Benützen mit Sportgeräten aller Art, das Reiten, das Laufenlassen von Hunden, die Ablage von Material und Geräten und das Anbringen von Werbeträgern". Vorbehalten blieben "das bestimmungsgemässe Begehen der Promenaden, die Rechte der Pächter und die Benutzungsbefugnisse gestützt auf generelle oder im Einzelfall erteilte Bewilligungen durch die Höhematte-Kommission". Der Kursaaldirektor bestätigte denn auch, dass etwa das Ausbreiten einer Decke für ein kleines Picknick auf der Höhematte noch keineswegs einen von Busse bedrohten Tatbestand erfülle. Es gehe einfach darum, ein gesetzliches Instrument gegen allfällige Missbräuche aller Art und in grösserem Ausmass zur Verfügung zu haben.  Bild:  Auch künftig ist auf der Interlakner Höhematte etwa das "bestimmungsgemässe Begehen der Promenaden" erlaubt. (Foto: Peter Schmid)